Geldstrafe von 6500 Euro

Pfui Deifi! Gericht verurteilt den Schimmel-Bäcker

Da kann einem echt schlecht werden: Das Münchner Amtsgericht hat einen Bäcker aus Pasing-Obermenzing wegen Hygienemängeln in seinem Betrieb zu einer Geldstrafe von 6500 Euro verurteilt.

Wie aus einer Mitteilung des Gerichts hervorgeht, war in dem Geschäft unter anderem die Spülmaschine durch „schleimige Ablagerungen und Rotschimmelbildung“ verunreinigt. In einer Schüssel mit Butterfett schwammen Insekten. Ferner waren Türdichtung und Öffnung der Sahnemaschine mit schwarzschimmelähnlichen Rückständen verschmutzt.

Der Gärraum war mit alten Lebensmittelresten, Staub, Gespinsten und Flusen verschmutzt. Die Einschübe der einzelnen Etagen des Backofens waren mit alten Teigrückständen und undefinierbaren Belägen stark verkrustet. Und im Inneren des Kühlraums wurde eine Verunreinigung durch Speisereste, Teig- und Mehlrückstände festgestellt.

Bereits in der Vergangenheit war der Betrieb mehrfach kontrolliert und wegen Verstößen gegen das Lebensmittelrecht beanstandet worden – zuletzt am 12. August 2014. „Die Zustände hätten bei einem normal empfindlichen Menschen Ekel und Widerwillen ausgelöst, wenn er hiervon Kenntnis erlangen würde“, so das Gericht.

Der Bäcker (53) bekannte sich schuldig und legte eine Geständnis ab. Bei bisher zwei Nachkontrollen hat sich laut Gericht vieles zum Guten gewendet. Zuletzt sei der Betrieb in einem ordnungsgemäßen Zustand gewesen.

Rubriklistenbild: © dpa

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