Bisher "nicht viel passiert"

SPD fordert Masterplan für eine Renaturierung der Würm

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Die Würm in Obermenzing. Die SPD fordert eine Renaturierung

München - „Die Isar-Renaturierung hat gezeigt, wie drastisch der Freizeit- und Erholungswert an einem Fluss steigen kann", so SPD-Stadtrat Christian Müller. Nun soll die Würm an die Reihe kommen.

Die Würm ist neben der Isar der zweite Fluss, der sich durch die Stadt zieht. Ihre Flussauen hätten eine zentrale Bedeutung als Naherholungsgebiet und Frischluftschneise, ist sich die Rathaus-SPD sicher. Seit Jahren werde immer wieder darüber diskutiert, wie der Fluss renaturiert und aufgewertet werden könnte, heißt es in einer Mitteilung der Partei. Weil bisher "nicht viel passiert" sei, fordert die SPD die Stadtverwaltung jetzt in einem Antrag auf, einen „Masterplan“ für die Würm zu erstellen.

Aus dem "unnatürlichen Korsett befreien"

Dabei solle untersucht werden, wo die Würm naturnah umgestaltet werden kann, wie der Hochwasserschutz neu zu regeln ist, und wie die anliegenden Gewässer in das Projekt eingebunden werden können. SPD-Stadtrat Christian Müller begründet den Antrag so: „Die Isar-Renaturierung hat gezeigt, wie drastisch der Freizeit- und Erholungswert an einem Fluss steigen kann, wenn er aus seinem unnatürlichen Korsett befreit wird. Es ist unstreitig, dass es auch an der Würm noch großes Potenzial für eine naturnahe Umgestaltung gibt – insbesondere denke ich dabei an den Abschnitt von Pasing bis zur Blutenburg."

In der Vergangenheit sei von verschiedenen Seiten bereits mehrfach der Wunsch artikuliert worden, die Würm zu renaturieren, so Müller. "Jetzt sollten wir diesen Wunsch endlich in die Tat umsetzen!"

mb

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