Bagida, Muegida und Gegenproteste

Demo-Ticker zum Nachlesen: Festnahmen am Hauptbahnhof

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München macht seine Botschaft deutlich.

München - Pegida-, Bagida- und Muegida-Anhänger demonstrierten am Montagabend in München. Eine große Gegendemo gab es auch. Den Verlauf gibt's bei uns im Ticker zum Nachlesen.

 ++ 21.25 Uhr: Es kam tatsächlich noch zu Festnahmen am Hauptbahnhof. Genauere Informationen wird es aber erst am Dienstag geben.

++ 21.11 Uhr: Die Situation am Hauptbahnhof bleibt weiterhin angespannt. Die Polizei bildet eine Kette zwischen den beiden Parteien.

++ 20.59 Uhr: Kleines Nachspiel: Im Hauptbahnhof stehen sich Nazis und Antifas gegenüber.

München macht seine Botschaft deutlich.

++ 20.51 Uhr: Keine Festnahmen! Das ist doch mal eine gute Nachricht.

++ 20.41 Uhr: Unsere Reporter haben den Bagida-Abgang in einem Video festgehalten:

++ 20.29 Uhr: Laut Polizei ist die Lindwurmstraße, der Sendlinger-Tor-Platz und der Oberanger wieder frei befahrbar. Die Sonnenstraße bleibt noch gesperrt.

++ 20.28 Uhr: Die Schlusskundgebung ist beendet. Bagida zieht ab.

++ 20.26 Uhr: Michael Stürzenberger spricht. Neonazi Philipp Hasselbach filmt.

Hier gibt's Fotos von den Demonstrationen

12.000 Gegner gegen 800 Bagida-Anhänger

Der Abgang musste geräumt werden.

++ 20.22 Uhr: Auch der Abgang selbst musste jetzt noch geräumt werden.

++ 20.16 Uhr: Die Blockade wurde jetzt geräumt, die Polizei macht sich bereit, Bagida durch die Stachuspassagen zu schleusen. Die Schlusskundgebung läuft.

++ 20.09 Uhr: Die Stimmung an der Blockade ist angespannt. Die Polizei drängt jetzt die PlatzdaMUC-Demonstranten zurück.

++ 20.04 Uhr: PlatzdaMUC hat den geplanten Abgang der Bagida an den Stachus-Passagen blockiert.

++ 19.58 Uhr: Allerdings wird die Stimmung jetzt wesentlich hitziger. Aus den Reihen der Gegendemonstranten flogen Glasflaschen in den Versammlungsraum. Das berichtet die Polizei.

++ 19.55 Uhr: Bislang gab es auch noch keine Festnahmen.

++ 19.49 Uhr: Ohrenbetäubendes Pfeifen und Vuvuzelas begleiten den Bagida-Zug auf ihrem Weg zum Stachus. USK-Kräfte verhindern, dass Gegendemonstranten durchbrechen. Mittlerweile ist der Zug am Stachus angekommen.

++ 19.43 Uhr: Bagida zieht los!

Kreative Plakate für den Protest

++ 19.33 Uhr: Tausende Demonstranten säumen die Sonnenstraße, warten auf den Bagida-Abmarsch.

Mit kreativen Plakaten begegnen die Gegner Bagida.

++ 19.32 Uhr: Viele machen durch Plakate auf sich aufmerksam. Manche sind dabei besonders kreativ (siehe rechts im Bild).

++ 19.29 Uhr: Nach den Erkenntnissen der Polizei ist die ganze Führung der Rechtsextremen da. Allerdings sei es laut den Beamten aber auch so, dass mehr Bürgerliche und weniger Radikale vor Ort seien als noch vergangene Woche.

++ 19.26 Uhr: Bagida skandiert "Wir sind Lutz" in Anlehnung an Pegida-Organisator Lutz Bachmann. Die Antworten der Gegendemonstranten sind meist "Schämt euch", "Haut ab" oder "Nazis raus".

Niemand denkt ans Heimgehen.

++ 19.23 Uhr: Ans Heimgehen denkt mal wieder niemand. Im Gegenteil. Die Menschen haben wohl vor, bis zum Ende zu bleiben.

++ 19.22 Uhr: Till Hoffmann spricht unterdessen davon, dass das die vorerst letzte Kundgebung von Bellevue di Monaco gewesen sei.

++ 19.20 Uhr: Eine unserer Reporterinnen berichtet von einer "seltsamen Mischung aus Neonazis, ganz normalen Bürgern und Republikanern".

++ 19.19 Uhr: Stürzenberger am Mikro: "Bagida ist keine Bewegung für Extremisten."

11.000 Gegner, 800 Bagida-Anhänger

++ 19.17 Uhr: Die Polizei korrigiert die Zahlen und spricht jetzt von 800 Bagida-Anhängern und 11.000 Gegendemonstranten.

++ 19.15 Uhr: "Wir sind das Volk"-Rufe bei den Bagida-Anhängern. Stürzenberger fungiert als Anheizer.

++ 19.03 Uhr: An der Universität ist übrigens Schluss. Muegida geht heim, die Gegendemonstranten marschieren zum Sendlinger Tor.

++ 19.02 Uhr: Bagida-Organisatorin Birgit W. ergreift das Mikro. Von gegenüber schallt Rockmusik. Die Polizei schätzt, dass 500 Bagida-Anhänger und 12.000 Gegendemonstranten da sind.

++ 18.59 Uhr: Jetzt geht's gleich los mit der Bagida-Demo. Anhänger und Gegner stehen sich an der Lindwurmstraße gegenüber.

++ 18.52 Uhr: Der Muegida-Zug ist an der Uni angekommen. Muegida wird eingekesselt. Die München-ist-bunt-Fraktion ist in der Überzahl - wenn auch nicht so deutlich wie in der vergangenen Woche. Das Interesse an Muegida scheint nicht so groß zu sein - wohl die größte Strafe für Thomas Weiß und seine Mitstreiter.

++ 18.50 Uhr: Bei Bagida wird es langsam voller, berichtet unser Reporter Moritz Homann.

++ 18.48 Uhr: Willy Astor singt nachdenklich: "Mach den Versuch, einfach einfach zu sein."

Bisher ist die Stimmung entspannt

++ 18.45 Uhr: Immer mehr Gegendemonstranten formieren sich an der Absperrung zu Bagida. Die Stimmung ist entspannt.

Thomas Weiß und seine Anhänger auf dem Weg zur Universität.

++ 18.42 Uhr: Thomas Weiß und seine Anhänger sind auf dem Weg zur Universität. Rund 20 Menschen sind dabei.

++ 18.39 Uhr: Muegida-Gegner skandieren: "Aufgepasst, Idioten im Anmarsch."

++ 18.38 Uhr: Die Polizei spricht jetzt von 10.000 Teilnehmern.

++ 18.36 Uhr: Der Muegida-Zug hat sich soeben in Bewegung gesetzt. Die Polizei hat alles im Griff, keine Unruhen bisher. Währenddessen gibt Blumentopf den Leuten mit auf den Weg: "Bleibt friedlich!"

Mathias Weinzierl vom Flüchtlingsrat.

++ 18.33 Uhr: Kleiner Rundgang im Bagida-Lager: Plakathaufen auf dem Boden. Ringsherum stehen die Anhänger und tauschen sich aus. Einige haben sich in Deutschland-Fahnen gehüllt. Einer erklärt: "Der Islam ist eine Religion des Todes."

++ 18.31 Uhr: Der Muegida-Zug wird sich gleich in Richtung Universität in Bewegung setzen. Gegendemonstranten sind bisher wenig da. Die meisten werden Muegida an der Uni einen stürmischen Empfang bereiten.

Einige wenige Muegida-Anhänger sind da

++ 18.29 Uhr: Die Matthäuskirche leuchtet übrigens noch. Wir erinnern uns: Vergangene Woche ging das Licht aus. Blumentopf rappt jetzt am Sendlinger Tor.

++ 18.28 Uhr: Kleiner Blick in das Muegida-Lager an der Giselastraße, Ecke Leopoldstraße: Muegida-Chef Thomas Weiß und einige wenige Anhänger haben sich schon versammelt. Vor einer Woche waren es knapp 30 Demonstranten am Weißenburgerplatz. Heute werden es wohl kaum mehr sein.

++ 18.24 Uhr: Michael Mittermeier witzelt: "Bagida ist eine Stadt in Togo."

++ 18.21 Uhr: Mittlerweile spricht die Polizei von gut 8000 Teilnehmern. Bislang ist alles friedlich. Die Zahl passt auch zu den Schätzungen der No-Bagida-Veranstalter. Von deren Seite heißt es, dass die Demo deutlich kleiner als vergangene Woche ist.

Großes Polizeiaufgebot an der Trambahn, Haltestelle Sendlinger Tor.

++ 18.18 Uhr: Auf Bagida-Seite sind mittlerweile zirka 100 Teilnehmer da. Beginn ist für 19 Uhr angesetzt.

++ 18.17 Uhr: Nicht alle sind zum Demonstrieren da. An der Sendlinger Straße wird fleißig geshoppt.

"Viele springen auf den Zug auf."

++ 18.11 Uhr: Wir haben vor Ort auch mal mit den Demonstranten gesprochen. Christina Neudecker (rechts im Bild), Verwaltungsangestellte aus München sagt: "Diese unsäglichen rechtsextremen Parolen sind von vorgestern. Das Problem: Pegida verbreitet damit Angst unter der Bevölkerung. Und viele springen auf den Zug auf, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Da dringt leider der Neandertaler durch."

++ 18.06 Uhr: Doris Dörrie: "Ich bin so gern Münchnerin, wenn ich das sehe." Sie ist übrigens voll verkleidet.

++ 18.04 Uhr: Unsere Reporter vor Ort berichten von folgenden Flaggen, die geschwenkt werden: SPD, Grüne, Kurden, Piraten, Pace, AWO, Linke.

++ 18.02 Uhr: Die Polizei spricht aktuell von gut 5000 Teilnehmern. Dazu rufen die Beamten via Twitter auf, keine Glasflaschen mitzunehmen. Mittlerweile fahren auch die Trams nicht mehr - bis 22 Uhr, wie ein Mitarbeiter der MVG sagt.

++ 18.01 Uhr: Till Hoffmann liest währenddessen aus einem fiktiven Bagida-Schreiben. Er stottert unverständliche Worte und schließt mit: "Das wird man doch nochmal sagen dürfen." Großes Gelächter.

"Die Flüchtlinge sind doch vor den Islamisten geflohen"

++ 17.59 Uhr: Michael Mittermeier sagt hinter Bühne: "Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind doch vor den Islamisten geflohen."

++ 17.56 Uhr: Der Bereich um den Kaufhof am Stachus und Sonnenstraße ist großräumig abgesperrt. Viel Polizei und Absperrgitter.

++ 17.53 Uhr: Der Münchner Krimi-Autor Friedrich Ani spricht. Er hatte einen Vater aus Syrien und eine Mutter aus Schlesien: "Zwei Fremde, die in der Fremde einen Einheimischen gezeugt haben: mich!"

++ 17.50 Uhr: Die ersten Bagida-Teilnehmer versammeln sich am Hauptbahnhof. Währenddessen baut Michael Stürzenberger Lautsprecher auf.

Der Platz füllt sich.

++ 17.45 Uhr: Sehr leer ist es noch auf der Trambahninsel Sendlinger Tor. Bagida will dort ab 19 Uhr demonstrieren.

++ 17.42 Uhr: Die Sonnenstraße ist aber noch frei von Gegendemonstranten. Vergangene Woche war es dort schon voller.

++ 17.40 Uhr: Till Hoffmann eröffnet mit den Wellküren: "Mir san bekannt, ned nur in Bayern, sondern im ganzen Abendland."

++ 17.35 Uhr: Die Kundgebung beginnt! Dabei wird vor Pegida-Touristen gewarnt. Es sind übrigens kaum Verkleidete da.

++ 17.24 Uhr: Ein paar Minuten vor Beginn der Gegendemo am Sendlinger Tor ist es ähnlich voll wie letzte Woche.

++ 17.22 Uhr: Die Sonnenstraße ist jetzt zwischen Sendlinger Tor und Stachus komplett gesperrt.

++ 17.19 Uhr: Diese Woche sind die Polizeiabsperrungen rund um die Demonstrationen deutlich strikter gehalten.

Achtung, Verkehrsbehinderungen!

++ 17.10 Uhr: Rund 1000 Polizisten dürften heute Abend im Einsatz sein.

++ 16.49 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilt, ist die Sonnenstraße vom Stachus in Richtung Sendlinger-Tor-Platz gesperrt.

++ 16.35 Uhr: Die Route von Bagida verläuft übrigens wieder vom Sendlinger Tor über die Sonnenstraße bis zum Stachus.

++ 16.25 Uhr: Laut mehreren Meldungen auf Twitter werden heute über 150 Rechtsradikale erwartet.

++ 15.13 Uhr: Das Verwaltungsgericht hat entschieden: Dieter Reiter darf zu Gegendemonstrationen gegen Bagida aufrufen.

++ 14.51 Uhr: Achtung: Wie vergangene Woche kommt es auch heute wieder zu Verkehrsbehinderungen. Die Polizei München hat dazu schon einen Tweet verfasst:

Bagida, Muegida, "München ist bunt": So ist die Ausgangssituation

Nach dem Vorbild der Montagsdemonstrationen in Dresden wollen ab 19 Uhr zahlreiche Anhänger von Bagida auf die Straße gehen und gegen eine vermeintliche Islamisierung des Abendlandes demonstrieren. Treffpunkt soll wie in der vergangenen Woche das Sendlinger Tor sein. Laut Informationen des Kreisverwaltungsreferates (KVR) in München haben sich bereits 2000 Demonstranten angemeldet. In der vergangenen Woche hatten um die 1500 Menschen gemeinsam mit Bagida demonstriert. Nach dem Treffen am Sendlinger Tor wollen die Islam-Kritiker zum Stachus wandern. Wieder sollen zahlreiche Redner vor den Protestlern sprechen.

Zusätzlich zur Bagida-Kundgebung wollen sich auch die Anhänger der Muegida separat am Abend treffen. Um 18.30 Uhr wollen rund 200 Teilnehmer an der Ecke Giselastraße und Leopoldstraße zusammenkommen. Anschließend will Muegdida zur Ludwig-Maximilians-Universität wandern. Dort könnte es zu Zusammenstößen mit Münchner Studenten kommen, die bereits angekündigt haben, Muegida nicht in ihrem Viertel protestieren lassen zu wollen.

Die größte Aktion wird am Abend von Teilnehmern des Bündnisses "München ist bunt" und den Initiatoren des Flüchtlingsprojekts "Bellevue di Monaco" erwartet. Unter dem Motto "Tanz den Pegida" sollen die Teilnehmer in bunten Faschingskostümen gegen Fremdenhass demonstrieren und tanzen. Um 17.30 Uhr treffen sich die Demonstranten am Sendlinger Tor zur großen Faschingsparty. 4000 offiziell angemeldete Teilnehmer hat das KVR bislang registriert, erwartet werden allerdings deutlich mehr Demonstranten. In der vergangenen Woche kamen etwa 20.000 Menschen zur Gegendemo in die Münchner Innenstadt. Bei der Veranstaltung von "München ist bunt" und "Bellevue di Monaco" haben sich auch zahlreiche Prominente angekündigt. Der Schriftsteller Friedrich Ani, Comedian Michael Mittermeier, Regisseurin Doris Dörrie und Ex-Bayern-Spieler Mehmet Scholl haben ihre Teilnahme bereits zugesichert.

Kommen die Dresdner Pegida-Anhänger nun nach München?

Nachdem in der vergangenen Woche eine Morddrohung gegen den Pegida-Mitorganisator Lutz Bachmann bekannt geworden war, wurde die Demonstration am Montag in Dresden abgesagt. Zahlreiche Teilnehmer wollen trotzdem nicht auf den wöchentlichen Protest verzichten und dafür in anderen deutschen Großstädten bei Protestmärschen mitlaufen. In den sozialen Netzwerken formieren sich bereits erste Dresdner Grüppchen, die zu Pegida-Demos in Bayern reisen wollen. "Kommt dafür nach München oder andere Städte, wo Kundgebungen stattfinden und unterstützt unter anderem Bagida", schreibt ein Pegida-Anhänger auf Facebook. "Alle nach München!", fordert ein anderer. Kommen die Dresdner nun in die bayerische Landeshauptstadt? Sollten sich tatsächlich viele Pegida-Anhänger auf den Weg nach München machen, dürften Bagida und Muegida am Abend mit mehr Teilnehmern auflaufen als bislang angekündigt.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen wird es in München trotz der zahlreichen Demonstranten nicht geben, hieß es am Montagmorgen von Seiten der Polizei. Im Gegensatz zu Dresden gebe es in München "keine Hinweise auf konkrete Gefährdungen", sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Rund 1000 Einsatzkräfte sollen die Veranstaltungen am Abend sichern.

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Moritz Homann/Felix Müller/Anton Hirschfeld/Johannes Welte/Jakob Mell/Dorita Plange/Johannes Heininger

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