Clip sorgte für Entsetzen

Pegida löscht Schock-Video - Strafanzeige gestellt

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Mittlerweile liegen zwei Strafanträge wegen des Pegida-Schuss-Videos vor.

München - Mit einem Horror-Video hat Pegida für Entsetzen gesorgt. Es wurde Strafanzeige gestellt. Nun ist der Schuss-Clip aus dem Netz verschwunden.

Der Schock über das Pegida-Video, in dem ein durchgestrichenes Bild von OB Dieter Reiter (57, SPD) gezeigt wird und zeitgleich ein Schuss zu hören ist, sitzt tief. Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Florian Ritter (53) schon Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt hatte, lag der Polizei am Montag ein zweiter Antrag auf Strafverfolgung vor – aus Reihen der Grünen. Die Beamten ermitteln.

Katharina Schulze (30), stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen im Landtag, sagte: „Pegida zeigt jeden Tag ein Stück mehr von seiner hässlichen Fratze.“ Konkrete Gewaltaufrufe seien eine neue Eskalationsstufe. Schulze: „Es muss allen klar sein: Wer bei Pegida mitläuft, ist kein besorgter Bürger, sondern ein ausgemachter Rassist, der auch vor konkreten Gewaltaufrufen nicht zurückschreckt.“ Schulze hofft, dass die Verantwortlichen schnell von der Polizei gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.

Josef Schmid von Video entsetzt

Auch Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ist entsetzt und fühlt sich in seiner Auffassung gegenüber Pegida bestätigt: „Deren Auftreten trägt zunehmend rechtextremistische, rechtradikale und neonazistische Züge.“ Pegida stehe außerhalb des demokratischen Bogens. Menschen, die Sorgen haben, sollten sich der CSU anschließen.

Die Strafanzeigen scheinen Pegida München beeindruckt zu haben: Das Video war am Montag im Internet nicht mehr aufrufbar.

tz

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