Die ganze Stadt auf Monsterjagd

PokémonGo: Wir verraten die besten PokeStops in München

München - Das PokémonGo-Fieber ist ungebrochen: In der ganzen Stadt jagen die Menschen mit gesenkten Köpfen die kleinen Monster. 150 zu sammeln - das ist das Ziel. Doch wie kann man es am Schnellsten erreichen?

tz-Reporter Florian Fussek auf Monsterjagd.

Sie sitzen da oder laufen rum, den Blick starr aufs Handy gerichtet. Oft jagen sie in Gruppen. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und meist mit mobilen Akkus bewaffnet. Es gibt sie in allen Altersklassen. Die Rede ist von Pokémon Go-Spielern – derzeit sind sie in Massen in München unterwegs. Die Polizei ist von dem Hype um die Viecher-Jagd auf dem Handy nicht ganz so begeistert. „Es kam schon zu Ruhestörungen“, sagt Polizeisprecher Gottfried Schlicht. Aber die Polizisten spielen selber auch, oder? Laut dem Sprecher hätten die Beamten dafür keine Zeit... Die tz jedenfalls hat Zeit – und sich auf die Pokémon-Pirsch gemacht. Das Ziel: Alle 150 Monster zu fangen. tz-Reporter Florian Fussek zeigt, an welchen Plätzen das am besten gelingt.

Stachus

Mike Miller zockt seit einer Woche hauptsächlich hier am Stachus.

Kaum fährt man die Rolltreppe hoch, sieht man die Spieler schon am Brunnen sitzen. Der Grund: hier gibt es drei so genannte PokeStops und gratis Wlan! Deshalb kommt auch Mike Miller (48) öfter hier her. Seit einer Woche zockt er das Spiel - mit großem Erfolg. „Mein stärkstes Pokemon ist ein Aquana mit 2000 Wettkampfpunkten“, verrät er. Wirt Magnus Müller-Rischart (37) spielt das Spiel nicht. „Das zuschauen ist schon amüsant. Die Frequenz am Stachus ist schon höher geworden“, sagt der Inhaber vom Max Eatery. Noch merkt er den Zulauf noch nicht so in seinem Cafe, schließlich hat er den Laden erst vor kurzem eröffnet. „Pokemon Spieler sind aber herzlich willkommen“, lacht er. Wir haben in kurzer Zeit einige Wasser-Pokemons wie Quaputzi, Quapsel, Sterndu und Karpador gefangen.

Bordeauxplatz

Der kleine Park am Ostbahnhof ist wohl DER Pokemon-Platz in München. Sogar ein Batterie-Laden am Platz macht im Schaufenster Werbung für mobile Akkus. Schließlich will kein Pokemon-Spieler den Fang des Tages wegen einem leeren Handys verpassen! Hier am Platz ist die Möglichkeit dazu sehr groß. Ganze vier Stops sind hier in unmittelbarer Nähe. Auch zum Leid der Anwohner. „Es ist zum kotzen!“, sagt eine Anwohnerin im vorbeigehen. Die Polizei musste schon wegen Ruhestörung ausrücken. Anwohner Fabian Deiser (28) kann die Beschwerden nicht ganz nachvollziehen. „Ich schlafe mit offenem Fenster zum Platz hin - ohne das es laut ist,“ sagt der Pilot. Er find es eher witzig. „Wenn ich morgens um vier in die Arbeit gehe sind immer noch 25 Spieler da“, lacht er. Zwei der Spieler, die am Nachmittag am Brunnen sitzen sind Viola Baumann (23) und Sascha Lang (26). Die beiden haben sich das Spiel schon vor dem offiziellen Start geholt. Sie sind voll im Pokemon-Fieber. „Wir haben uns T-Shirts von unserem Team bestellt“, sagen die beiden.

Auch hier gibt es vor allem Wasser-Pokemons. Zum Beispiel tummeln sich die sehr beliebten Karpador hier. Wir haben hier aber auch ein Kleinstein gefangen. Angeblich sollen sich auf dem Bordeauxplatz auch Dratini fangen lassen.

Schlosspark Nymphenburg

Marlene und Fanny auf Pokémon-Tour durch den Park.

Der Park hinterm Schloss (nicht im Schloss fangen!) ist perfekt um die Pokemon-Eier auszubrüten. Aus den Eiern können sehr seltene Monster Schlüpfen. Aber dafür muss man spazierengehen. Wo kann man das schöner als im Park des Schlosses? Hier sind einige Pokestops, wo man wieder Pokebälle sammeln kann. Marlene (17) weiß das zu schätzen - zur Freude ihrer Eltern. Seitdem das Spiel draußen ist, geht sie richtig gerne mit den beiden Hunden Gassi. Marlene spielt das Spiel aber nicht so intensiv. „Eigentlich nur so nebenbei. Ich habe halt auch früher gespielt“, sagt die Schülerin. Schwester Fanny (20) trottet mit. Sie spielt selber nicht. Im Park haben wir neben einigen normalen Pokemons wie Flegmon, Enton und Knofensa auch zwei Pinsir gefangen. Der beste Ort in der Umgebung ist der Kanal, der zum Schloss führt. „Hier gibt es Lapras und viele Dratini!“, sagt ein Spieler.

Florian Fussek

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Kommentare

Marcel LihsAntwort
(0)(0)

nicht seit 3 Jahren oder ich habe etwas verpasst.

Sven15Antwort
(0)(0)

Was genau ist daran krank?

filius der großeAntwort
(2)(0)

das gabs früher auch schon, nannte sich spielplatz ...