Polizei jagt Täter

Prügel-Opfer aus der S-Bahn dankt in der tz seinen Helfern

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Mark P. wurde in der S-Bahn zusammen geschlagen.

München - Es muss schrecklich gewesen sein, was Mark P. erlebt hat. Er wurde brutal in der S-Bahn zusammen geschlagen. Jetzt bedankt er sich in der tz bei den Helfern.

Seine Kinder (5 und 9 Jahre) waren geschockt, als sie ihn so sahen: Das Auge schillert in sämtlichen Farben. Die Schwellungen schmerzen. Und die 600 Euro teure Brille ist hinüber. Trotzdem empfindet der Münchner Medien-Unternehmer Mark P. (42) große Dankbarkeit.

Dankbarkeit für all die couragierten Zeugen, die ihm und seiner Mutter nachts im Kampf gegen einen aggressiven Schläger in der S-Bahn beistanden. Für die Männer, die ihm sofort zu Hilfe eilten. Für das Pärchen, dass ihn zur Polizei begleitete. Für den jungen Ausländer, der ihn für Rückfragen der Polizei den Ausweis fotografieren ließ. Und für die junge Frau, die den Schläger sogar fotografierte. Letzteres war mutig, ist aber nicht zur Nachahmung empfohlen. „Weil das sehr gefährlich werden kann“, sagt Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizei. Diese Bilder und auch die Aufnahmen der Überwachungskamera helfen der Polizei nun bei der Fahndung nach dem Täter.

Mark P. und seine Mutter kamen vom Theater

Am Abend des 4. Januar war Mark P. mit seiner Mutter (70) im Theater. „Der Besuch war mein Geburtstagsgeschenk für sie.“ Am Marienplatz stiegen beide in die S7 Richtung Ostbahnhof. Am ­Isartor stieg um 23.50 Uhr ein Typ zu, der Streit suchte. Pöbelnd lief er durch die Bahn, zeigte drohend den Mittelfinger. Dann ließ er sich provozierend auf den freien Platz neben Mark P.s Mutter fallen. Der 42-Jährige ging sofort dazwischen: „Der Typ lag schon halb auf ihr. Ich habe gerufen: ,Lassen Sie meine Mutter in Ruhe!‘ Da flog schon meine Brille. Der hat mich voll ins Gesicht geschlagen.“ Ohne seine Brille ist Mark P. relativ hilflos: „Ich sah aber, dass mehrere Leute aufsprangen und uns zu Hilfe kamen. Das war einfach toll.“ Angesichts der entschlossenen Übermacht stieg der Schläger am Rosenheimer Platz aus, trat von außen wütend gegen den Zug.

Die Beschreibung: etwa 20 Jahre, schmächtig, graue Jogginghose, beiger Parka mit Fellkapuze, blauer Kapuzenpulli mit Brust-Logo und Nike-Mütze. Er trug Schuhe ohne Socken und hellblaue Bügel-Kopfhörer. Die Bundespolizei (089/51 55 50-111)bittet um Hinweise.

Dorita Plange

Dorita Plange

E-Mail:Dorita.Plange@tz.de

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