Räuber prügeln Opfer - mehrjährige Strafen

München - Das Münchner Landgericht hat am Freitag drei junge Männer wegen Mordversuchs und schweren Raubes an einem Betrunkenen zu Jugendstrafen zwischen vier und sieben Jahren verurteilt.

Das Münchner Landgericht hat am Freitag drei junge Männer wegen Mordversuchs und schweren Raubes an einem Betrunkenen zu Jugendstrafen zwischen vier und sieben Jahren verurteilt. Die drei 17 bis 20 Jahre alten Angeklagten hatten den Anlageberater am 12. Januar in dessen Wohnung misshandelt, gefesselt und schwer verletzt zurückgelassen.

Die härteste Strafe bekam ein 20-Jähriger. Er hatte das Opfer mit vielen Faustschlägen und Fußtritten gegen den Kopf am schwersten misshandelt. Der 29 Jahre alte Anlageberater blieb mit sechs Brüchen im Gesicht gefesselt zurück; das Trio flüchtete mit Bargeld und Elektronikartikeln im Wert von etwa 1050 Euro.

“Wer so heftig zutritt, weiß, dass er sein Opfer lebensgefährlich verletzen oder sogar töten kann“, begründete der Vorsitzende Richter das Urteil. Die beiden jüngeren Angeklagten seien unmittelbar am Tatgeschehen beteiligt gewesen, einer hielt das Opfer zeitweise fest, der andere versetzte ihm drei Schläge, bevor er die Beute einsammelte.

Auch sie haben laut Urteil mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt. Vor allem bei dem 20-Jährigen aber das Gericht eine erhebliche Brutalität und wertete als “Menschenverachtung“ zu seinen Ungunsten, dass er dem schwerst verletzten Opfer zum Hohn eine brennende Zigarette zwischen die Lippen schob und laut überlegte, die Wohnung anzuzünden.

Der Anlageberater kämpft bis heute mit den psychischen Folgen der Tat. Er musste seine Wohnung aufgeben, in der er von Ängsten verfolgt wurde. Auch wagt er sich kaum noch aus dem Haus. Der 29-Jährige war auf der Straße mit seinen Peinigern ins Gespräch gekommen und hatte sie arglos in seine Wohnung eingeladen.

dpa

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