Ensembleschutz

Mustersiedlung Ramersdorf: Park wird Denkmal

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Erhaltenswert: der Park zwischen Hohenaschauer-, Wilram-, Rosenheimer- und Herrenchiemseestraße.

München - Das Landesamt für Denkmalpflege erweitert den Ensembleschutz für die „Mustersiedlung Ramersdorf“. Die wird nun umfangreich geschützt.

Bei der Nachprüfung der Denkmalliste war aufgefallen, dass der Park zwischen Hohenaschauer-, Wilram-, Rosenheimer- und Herrenchiemseestraße nicht zum geschützten Ensemble gehört, aber alle Voraussetzungen für den Denkmalschutz erfüllt.

Zudem beziehen sich Häuser und Park geschichtlich und städtebaulich aufeinander. Die Mustersiedlung Ramersdorf und die Ausstellung „Garten und Heim“ wurden im Zuge der Siedlungsausstellung 1934 nach einem Entwurf des damaligen Baureferenten Guido Harber angelegt. Die Siedlung mit ihren 192 Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern von insgesamt 21 Architekten widmete sich dem Thema Wohnen; die Gartenschau ergänzte das Thema in Bezug auf Garten und Selbstversorgung, man wollte zeigen, wie kleine Gärten zweckmäßig für Landwirtschaft und Erholung genutzt werden können und wie man mit geringsten Mitteln Gartenschönheit erreicht. Auch Gartengeräte, Gartenmöbel, Zäune, Düngemittel und Sämereien wurden gezeigt.

Obwohl heute die Einzelgärten nicht mehr existieren, ist die Grünfläche als Gesamtanlage erhalten. Auch wenn die Ausstellung damals wenig Anklang fand, wurden hier Vorgaben für Siedlungsanlagen gemacht, die in den folgenden Jahren und nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder aufgegriffen wurden.  

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