Serie: Das bringt 2016 in den Stadtteilen

Perlach: Endlich fällt der Startschuss für die neue Mitte

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So könnte der Hanns-Seidl-Platz Ende des Jahrzehntes einmal aussehen.

München - Im Osten eröffnet bald Münchens modernstes Vereinssportzentrum, in Neuperlach beginnt der Bau an der neuen Mitte - was das Jahr 2016 dem Stadtteil Ramersdorf-Perlach außerdem noch bringt, lesen Sie hier.

Mit ein paar Monaten Verspätung wird Ende Januar wohl der neue Sportpark des Sportvereins Neuperlach (SVN) fertig. Eine Dreifach-Sporthalle samt Tribüne, Sporträumen und Fußball-Umkleiden, dazu ein Kletter- und Boulderzentrum sind auf dem früheren Parkplatz der Bezirkssportanlage Bert-Brecht-Allee entstanden. Rund 10 Millionen Euro kostet das Projekt, mit dem der SVN dann Münchens modernstes Vereinssportzentrum besitzt. Außerdem geht die neue Sporthalle an der Grund- und Mittelschule Führichstraße in Ramersdorf in Betrieb. Obwohl der Fokus auf dem Schul- und Vereinssport liegen soll, kann der Bau doch auch als Veranstaltungs- und Versammlungsstätte für bis zu 400 Besucher genutzt werden.

Neuperlachs neue Mitte: Endlich starten die Bauarbeiten 

Jahrzehntelang hat Neuperlach um die Gestaltung seiner Mitte gerungen. Nun starten ab Juni tatsächlich Bauarbeiten auf dem Hanns-Seidel-Platz. Allerdings nicht für das lang ersehnte Kultur- und Bürgerzentrum, sondern für Wohnungsbauten. Die BHB Bauträger GmbH Bayern errichtet an der Ecke Fritz-Erler-/Von-Knoeringen-Straße etwa 150 Wohnungen in fünf- bis siebengeschossigen Gebäuden. Zur Jahresmitte soll es aber auch die europaweite Ausschreibung für den Bau des Bürgerzentrums geben, bis Jahresende der Verkauf an einen Investor abgewickelt sein.

Eine weitere Neuigkeit auf dem Hanns-Seidel-Platz: Das Parken kostet hier ab 2016 Gebühren. Denn das Pep-Einkaufszentrum beansprucht einen Teil des Platzes als Ersatz für sein Parkhaus Nord. Das wird im Frühjahr abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen, in dem neben Parkplätzen auch weitere Geschäfte unterkommen.

Wohnungen: Gleich mehrere Neubau-Projekte im Viertel

Überhaupt wird im 16. Stadtbezirk fleißig gebaut: An der Carl-Wery-Straße in Neuperlach-Süd will die Gewofag mit dem Bau von rund 300 Wohnungen beginnen. An der Bad-Schachener-Straße in Ramersdorf fällt der Startschuss für das Neubaugebiet Haldensee-Siedlung. Die ersten Reihen der maroden Altbauten werden abgerissen und von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG durch Neubauten ersetzt. In die sollen die Bewohner der angrenzenden Häuser dann umziehen können, bevor auch ihre Bauten weichen müssen.

Gewerbegebiet Bayerwaldstraße: Erschließung beginnt

Im Neubaugebiet an der Hochäckerstraße hingegen ziehen die ersten Bewohner ein. Auf dem rund 19 Hektar großen Areal gegenüber des Neuen Südfriedhofs entsteht ein neues Stadtquartier mit rund 1100 Wohnungen, vier Kindertagesstätten, Geschäften für die Nahversorgung, einem Nachbarschaftstreff, einem Jugendcafé sowie großzügigen Grün- und Freiflächen.
Außerdem soll im Frühjahr 2016 die Machbarkeitsstudie für die so genannte „Münchner Lösung“ zur Erschließung des Gewerbegebiets rund um die Bayerwaldstraße vorgestellt werden. Damit bräuchte man nicht mehr die umstrittene Südanbindung Perlach, die zum Teil über Neubiberger Gebiet verläuft.

Mehrere Flüchtlingsunterkünfte entstehen

Natürlich spielt auch die Unterbringung von Flüchtlingen im nächsten Jahr wieder eine große Rolle. An mehreren Standorten in Ramersdorf-Perlach entstehen Unterkünfte. Mit rund einem Jahr Verzögerung werden die geplanten Bauten an der Naila- und Woferlstraße in Betrieb gehen. Hinzu kommen gleich zwei Anlagen an der Arnold-Sommerfeld-Straße – einmal als Leichtbauhalle mit bis zu 150 Plätzen, einmal als Festbau für rund 160 Menschen. carmen ick-Dietl

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