Im Verdacht wegen Dopingmissbrauch

Rechtsradikaler Polizist gefeuert

München  - Er besaß Dopingmittel und auf seinem Rechner fanden Ermittler rechtsradikales Videomaterial. Das hat dem Münchner Polizisten Michael R. (Name geändert) jetzt seinen Job gekostet.

Gestern setzte der Freistaat als oberster Dienstherr vor dem Verwaltungsgericht die Entlassung des 30-jährigen Polizeimeisters durch.

Das Gericht sprach von schweren Dienstvergehen. Der zuvor schon suspendierte Beamte ist 2012 für den Besitz von Dopingmitteln zu 4800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Michael R. geriet 2010 ins Visier seiner Kollegen. Mit seinem Dealer, der ihn mit Anabolika versorgte, führte er während der Dienstzeit Telefonate. Diese Gespräche wurden abgehört. Bei der folgenden Hausdurchsuchung wurde auch der Computer beschlagnahmt und genauestens durchsucht. Dabei fanden die Ermittler jede Menge Dateien mit rechtsradikalem Inhalt. Ein Bild zeigt den jungen Beamten mit Hitlergruß im Kreise mehrerer Nazis vor der Reichskriegsflagge.

Das Gericht sah keinen Ausweg und entzog Michael R. den Beamtenstatus – auch um den Ruf der Behörde zu schützen.

Johannes Heininger

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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