Eis-Action in München

Crashed Ice: Naasz siegt im Olympiapark - zwei Weltrekorde

München - Topfavorit Cameron Naasz aus den USA hat das Red Bull Crashed Ice im Münchner Olympiapark gewonnen. 16.000 Zuschauer feierten trotz nasskalten Bedingungen ein großartiges Sport-Event mit zwei Weltrekorden.

Der Amerikaner Cameron Naasz hat die zweite WM-Station des Red Bull Crashed Ice gewonnen. Beim ersten Rennen in München seit 2011 setzte sich der 26 Jahre alte Ice Cross Downhiller vor den Brüdern Scott, amtierender Weltmeister, und Kyle Croxall aus Kanada durch. Naasz feierte den dritten Sieg in Serie.

16.000 Zuschauer fanden bei nasskalten Bedingungen den Weg in den Olympiapark und sorgten für einen für die Sportler und Organisatoren perfekten Rahmen für einen ansprechenden Final-Tag - und das trotz des anhaltenden Nieselregens. Die Sportler zeigten sich fan-nah, klatschten im Zielbereich mit den Zuschauern ab und genossen sichtlich die Atmosphäre.

Bester Deutscher beim Heimspiel auf der 370 Meter lange Strecke, die als anspruchsvollster Crashed-Ice-Track aller Zeiten gilt, wurde Fabian Mels (Rösrath) als Elfter. Lokalmatador Martin Niefnecker (Garmisch-Partenkirchen), Weltmeister von 2010, schied im Achtelfinale aus. Mels hatte sich bereits am Freitag im Teamwettbewerb den zweiten Platz gesichert. Mit seinem Team „Ice Crew“ musste der 25-Jährige nur den Amerikanern von „UNRL“ (Unreal) den Vortritt lassen.

„Die Atmosphäre war super hier in München", sagte Niefnecker, "du stehst hier drin, das ist wie ein Hexenkessel im Olympiapark, die Leute machen eine super Stimmung. Es ist schade, dass ich nicht weiter gekommen bin." Eine Verletzung am Knie, die er sich im Training am Samstag Morgen zugezogen hatte, wollte er aber nicht als Ausrede für das frühe Aus gelten lassen. "Mei, damit muss man leben können und dafür ist es relativ gut gegangen. Die 32er Runde ist kein Kinderfasching mehr. Es waren mit Scot Croxall und Adam Horst gute Jungs dabei, mit denen ich schon öfter im Halbfinale oder Finale gestanden bin und die machen halt auch keine Fehler."

Auch Fabian Mels war angetan von der Atmosphäre im Olympiapark, aber sportlich war er ebenfalls nicht so ganz zufrieden, "ich hatte mir hier mehr erhofft für das Rennen hier. Vor allem, weil ich echt motiviert war. Ich hatte mir viel vorgenommen für die Saison, hab viel trainiert. Es hätte besser sein sollen."

Niefnecker und Mels hoffen nun, das Red Bull Crashed Ice wieder in München Station machen wird. "Der Sport findet hier immer mehr und mehr Anerkennung", sagte Mels. Und Niefnecker ergänzte: "Für mich würde ein super großer Wunsch in Erfüllung gehen."

Red Bull Crashed Ice 2016: Die besten Bilder vom Finale am Samstag

Red Bull Crashed Ice 2016: Die besten Bilder vom Finale am Samstag

Für Freude und Abwechslung sorgten neben der zehnköpfigen Münchner Brassband Moopmama auch ein Rennen zwischen vier bayerischen Eishockey-Torhütern in ihrer Arbeitskleidung. Einer der vier Keeper schaffte es leider nicht ins Ziel - er blieb an einer Steigung hängen. Zudem lieferten sich Moto-GP-Fahrer Stefan Bradl und DTM-Pilot Mattias Ekström ein Eishockey-Torwandschießen im Zielbereich.

Beim Ice Cross Downhill rasen die Sportler auf Schlittschuhen einen mit Hindernissen gespickten Eiskanal hinunter. München, das erstmals 2010 Gastgeber war, bot in diesem Jahr den weitesten Sprung, der jemals auf Eis gezeigt wurde: Mehr als 25 Meter weit ging über die spektakuläre Schlussrampe hinaus. Zudem wurde ein Geschwindigkeitsrekord von rund 82 km/h aufgestellt.

SID/fw

Red Bull Crashed Ice in München: Themenseite und die wichtigsten Fakten

Alle Infos zum Event in München finden Sie auf unserer Themenseite zu Red Bull Crashed Ice. Wir haben bereits die wichtigsten Fakten zu Red Bull Crashed Ice in München zusammengestellt.

Rubriklistenbild: © Red Bull Media

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Darum lässt Sport Schuster zwei Gebäude niederreißen
Darum lässt Sport Schuster zwei Gebäude niederreißen
Uli Hoeneß eröffnet Dominik-Brunner-Haus: Video
Uli Hoeneß eröffnet Dominik-Brunner-Haus: Video
Diskriminierung? Senioren drohen MVV mit Klage
Diskriminierung? Senioren drohen MVV mit Klage

Kommentare