Freie Wähler wollen Fortschritte

S-Bahn-Ausbau: "Wie das Kaninchen vor der Schlange"

München - Die Zukunft der S-Bahn in München treibt die Freien Wähler im Landtag um. Abgeordneter Michael Piazolo meint, dass die CSU sich total auf den Bau der 2. Stammstrecke fixiere und den Ausbau der Außenäste vernachlässige.

„Die Staatsregierung starrt hier wie ein Kaninchen auf die Schlange, obwohl sie die Sache selbst entscheidet.“ Egal, ob der zweite Tunnel nun kommt oder nicht: Frühestens 2025 würden die ersten Züge durch die neue Röhre rollen, eher später.

Michael Piazolo.

„Die Menschen wollen aber jetzt Fortschritte spüren“, sagt Piazolo. „Zehn Jahre ohne Verbesserungen sind für die Menschen nicht aushaltbar.“ Der Poilitiker hat darum ein Antragspaket eingereicht, in dem er einen verbindlichen Zeitplan für das 13-Punkte-Programm der Staatsregierung aus dem Jahr 2012 fordert. Die Ertüchtigung der S7 im Osten soll sofort in Angriff genommen werden.

Auch der Ausbau des Westarms der S4 und der Ortsarm der S2 steht für Piazolo auf der Prioritätenliste. Vor allem die Zweigleisigkeit ist wichtig, sodass sich S-Bahnen und der Nah- und Fernverkehr nicht länger behindern. Alles soll mit Bürgerbeteiligung geschehen. Außerdem sollen nervige Bahnübergänge wie an der S1 im Norden Münchens endlich beseitigt werden. 

Zweite Stammstrecke: Erster Blick in neuen S-Bahn-Tunnel

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Johannes Welte

Johannes Welte

E-Mail:Johannes.Welte@tz.de

auch interessant

Kommentare