Die Bahn hübscht auf

DB investiert 48 Millionen Euro in schönere Haltestellen

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Der Halt an der Donnersbergerbrücke erhält eine WC-Anlage. Das ist nur eine der vielen Maßnahmen, die die Deutsche Bahn derzeit umsetzt.

München - Schöner, heller, effizienter: So sollen laut Deutscher Bahn die Bahnhöfe in München werden. Was sich alles ändert erfahren Sie hier.

Jetzt kommt Zug rein! Die Deutsche Bahn will die Bahnhöfe aufhübschen, Abläufe verbessern. Bundesweit fließen 700 Millionen Euro, in München werden 48 investiert. Geplant ist unter anderem Folgendes:

  • Aufzüge/Treppen: Als „ewiges Ärgernis“ bezeichnet Bahnhofsmanager Heiko Hamann die 104 Aufzüge und 94 Rolltreppen in seinem Verantwortungsbereich. Ihre Reparatur dauert noch viel zu lange, weil Ersatzteile nicht vorrätig sind oder Defekte zu spät gemeldet werden. Damit soll nun Schluss sein. Künftig wird der Betriebszustand von Aufzügen und Fahrtreppen in Echtzeit erfasst und an die Störungsstelle weitergegeben. Über eine App sollen sich zukünftig auch die Fahrgäste direkt informieren können, ob ihr Aufzug oder ihre Fahrtreppe funktioniert oder gerade gestört ist. Techniker können schneller reagieren und durch eine verbesserte Bevorratung von Ersatzteilen die Anlagen schneller reparieren. Die Verfügbarkeit soll auch dadurch verbessert werden, dass routinemäßige Wartungsarbeiten in der Nacht durchgeführt werden, nicht mehr mitten am Tag oder während des Berufsverkehrs. Ähnliches gilt für die rund 500 Bahnhofsuhren im Raum München, von denen allein 93 im Hauptbahnhof hängen. Binnen 48 Stunden sollen Defekte künftig.
  • Uhren: Im Raum München gibt es rund 500 Bahnhofsuhren. Die sollen nun auf Vordermann gebracht werden. Sind sie mal kaputt, möchte die Bahn ab sofort binnen 48 Stunden für die Reparatur sorgen.
  • Sauberkeit: An den drei Münchner Fernverkehrsbahnhöfen Pasing, Haupt- und Ostbahnhof soll die Qualität der Toiletten verbessert werden. Die Station Donnersbergerbrücke bekommt ein WC. Um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, will die Bahn ihre Bahnsteige und Stationen noch häufiger reinigen lassen. Besonders über die Sauberkeit am Ostbahnhof hatte es von Reisenden Beschwerden gegeben, so dass die Bahn heuer 62 000 Euro zusätzlich in Sonderreinigungen gesteckt hat. Ab kommendem Jahr soll nun häufiger geputzt werden, um die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen. „Wir werden nicht heuer hui machen, um nächstes Jahr wieder bei pfui zu landen“, sagt Bahnhofsmanager Hamann.
  • S-Bahn-Stationen: Die sechs unterirdischen S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke sind 45 Jahre alt und bedürfen aus Sicht der Bahn dringend einer optischen Überholung. Die Grundreinigung von Wandflächen und Schutzräumen im Gleisbereich hat bereits begonnen. Darüber hinaus werden zum Beispiel die Beschilderungen, Beleuchtungsanlagen, Infovitrinen oder Werbeträger vereinheitlicht und teilweise erneuert. Treppenhäuser sollen auf Hochglanz gebracht und schadhafte Stellen ausgebessert werden. Die Reisenden erhalten feste Absperrungen, die klar signalisieren, wo der Bereich für die Fahrgäste endet. In Laim soll der Treppenaufgang zu den Gleisen modernisiert werden. Eigentlich wollte die Bahn an der Haltestelle keine großen Investitionen mehr tätigen, da durch den Bau der Zweiten  Stammstrecke ohnehin große Umbauten erforderlich werden. Doch so lange möchte der Konzern nicht mehr warten.
  • Wartebereich: Warten soll attraktiver werden. In der Haupthalle des Hauptbahhofs entsteht ein Raum mit verschiedenen Wartebereichen. Besucher sollen bewerten, was ihnen am besten gefällt. Das will die Bahn dann umsetzen.
  • Mobilität: Zugfahren mit Rollstuhl ist künftig stressfreier möglich: Zwei neue Mitarbeiter am Hauptbahnhof werden mobilitätseingeschränkten Fahrgästen beim Ein-, Aus- und Umsteigen helfen.

S. Höbel

Ulrich Lobinger

Ulrich Lobinger

E-Mail:ulrich.lobinger@merkur.de

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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