Jetzt gibt es noch eine Störung

Mysteriöser Schlag in Tunnel führt zu S-Bahn-Chaos

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Der Montagmorgen wird für S-Bahn-Pendler mal wieder zur Geduldsprobe. Hier warten Fahrgäste am Stachus in München (Archiv).

München - Der Montagmorgen begrüßte die S-Bahn-Pendler mit einer Stammstrecken-Störung. Es kam zu erheblichen Verspätungen. Der Grund war diesmal allerdings außergewöhnlich - zunächst.

  • Bis zu 30 Minuten Verspätung mussten Pendler am Montagmorgen in Kauf nehmen. Viele hingen auf Bahnsteigen fest und wussten nicht, wie sie in die Arbeit kommen.
  • Der Grund war diesmal zunächst keine technische Störung, sondern ein verdächtiges Geräusch in einem Tunnel zwischen Isartor und Rosenheimer Platz in München.
  • Gegen 11 Uhr gab es dann auch noch eine Störung an einer Oberleitung: Bis zum Mittag kam es zu Verspätungen und Zugausfällen. Die Lage normalisiert sich aber langsam.

S-Bahnen gegen Mittag immer noch nicht wieder pünktlich

+++ Der Streckenagent gibt gegen 12 Uhr eine erste Entwarnung. Die Lage auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn stabilisiert sich langsam. Auf den Außenstrecken ist jedoch noch mit Folgeverzögerungen zu rechnen. Der Pünktlichkeitsradar zeigt alle S-Bahnen (Linie 1 bis 8) noch rot und somit als unpünktlich an. 

+++ Nach der vermeintlichen technischen Störung kommt noch eine echte hinzu. Wegen eines Defekts an der Oberleitung gibt es auf der Stammstrecke der S-Bahn weiterhin Beeinträchtigungen. Richtung Ostbahnhof werden Verzögerungen von bis zu 20 Minuten und kurzfristige Zugausfälle gemeldet. Übrigens: Das Verhältnis von Lob und Beschwerden der Fahrgäste über die Münchner S-Bahn ist 22:1. 

Lokführer hört Schlag in Tunnel auf Stammstrecke

+++ Wie Bahnsprecher Bernd Honerkamp unsererOnlineredaktion berichtet, hat es sich diesmal nicht um eine technische Störung gehandelt, die die Stammstrecke für einige Zeit lahmgelegt hat. Der Grund war diesmal: Ein Lokführer hatte in einem Tunnel zwischen Isartor und Rosenheimer Platz einen "Schlag" gehört und umgehend an der nächsten Station Alarm geschlagen. "Im Tunnel ist es für die Lokführer wie eine Nachtfahrt, die sehen nichts", erklärt Honerkamp. Ursache für das Geräusch hätte ein überfahrener Mensch oder ein Schienenbruch sein können. Dem hätte man sofort nachgehen müssen.

Die S-Bahnen wurden zurückgehalten. Der Tunnel wurde sofort in Augenschein genommen. Wie es zu dem Schlag kommen konnte, lässt sich allerdings auch danach nicht mit Gewissheit sagen. Möglicherweise könnten auch Schottersteine im Gleisbett das Geräusch verursacht haben, so Honerkamp.

Der Streckenagent meldete zunächst eine Störung auf der S-Bahn-Stammstrecke

+++ Wie der Streckenagent um 9.20 Uhr mitteilt, sind alle Züge auf der Stammstrecke zwischen München Ost und Pasing betroffen. Es kommt zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten, außerdem können Züge ausfallen. Unsere Onlineredaktion erreichen Mitteilungen von Fahrgästen, die seit einer halben Stunde feststecken. Die Fahrgäste waren demnach ziemlich ratlos. Die Informationen von Seiten der Bahn flossen offenbar eher zäh. 

Erst vor elf Tagen hatte es im Berufsverkehr am frühen Morgen ein Chaos gegeben. Die Störung war nach einer Stunde zwar behoben, es kam in der Folge aber immer noch zu Verspätungen und Zugausfällen. 

kg

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