Schließungen wegen Amoklauf

Standbetreiber erhalten Gebühren zurück

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Wegen des Amoklaufs startete die Jakobi-Dult im Juli mit Verspätung. (Symbolbild)

München - Nach dem Amoklauf im OEZ waren Jakobi-Dult und „impark“-Festival mit Verzögerung gestartet und mussten Umsatzeinbußen hinnehmen.

Nach dem Amoklauf am 22. Juli hatte die Stadt München eine „Woche der Trauer“ ausgerufen. Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoben. Auch die Jakobi-Dult startete mit zwei, das Festival „impark16“ mit vier Tagen Verzögerung. Die Händler respektierten die Entscheidung, klagten aber, dass ihnen starke Umsatztage verloren gingen.

Nun kommt die gute Nachricht: Die Beschicker der Jakobi-Dult sollen von der Stadt die Standgebühren und Mindererlöse für die ausgefallenen Tage zurückerhalten. Die Beschlussvorlage des Referats für Wirtschaft und Arbeit, über die heute der Stadtrat entscheiden will, nennt ein „strukturelles Defizit“ von 50 000 Euro, das aus der Stadtkasse bezahlt werden soll. Auf die Gebühren der Folgejahre soll dieses Defizit nicht umgelegt werden. Auch die Beschicker des Sommerfestivals „impark16“ dürfen sich freuen: Sie erhalten Standgelder und Gebühren in Höhe von insgesamt 20 000 Euro zurück. Das Geld zahlt ihnen die Olympiapark München GmbH aus.

„Für die Beschicker tragen derartige saisonale Veranstaltungen wesentlich zur Lebensgrundlage bei“, schreibt das Referat. Mit der Rückerstattung soll den Kaufleuten „gleichzeitig Sicherheit für die Zukunft gegeben werden“, dass sie bei abgesagten Veranstaltungen über Umsatzausfälle hinaus nicht auch noch durch nutzlos entrichtete Gebühren belastet werden.

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