Welche Gefahr besteht für Park-Besucher?

Alarm im Englischen Garten: Biber knabbern Bäume an

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Der Biber sorgt immer wieder für Schäden – etwa am Kleinhesseloher See.

München - Sorgen um den Englischen Garten: Der Biber geht um und knabbert heftig am Baumbestand. Die Schäden werden von der Schlösser- und Seenverwaltung dokumentiert.

Sorgen um den Englischen Garten: Der Biber geht um und knabbert heftig am Baumbestand. „Es sind Bäume darunter, die schon umzufallen drohen“, schreibt ein Leser der tz. Naturschützer und die Schlösserverwaltung beruhigen aber: Es bestehe keine Gefahr.

Die Schäden, die der Nager anrichtet, werden von der Schlösser- und Seenverwaltung dokumentiert. „Dafür gibt es ein digitales Baumkataster, in dem auch die Bäume erfasst werden, die gefällt werden müssen“, sagt eine Sprecherin.

Zudem kontrolliere ein Mitarbeiter regelmäßig die Bäume an den Gewässern im Englischen Garten. „Geschädigte Bäume, die noch verkehrssicher sind, zäunen wir mit Draht ein, um weitere Schäden zu verhindern. Gefährdete Bäume werden vorsorglich durch Gittermatten aus Metall geschützt.“ Die genaue Zahl geschädigter Bäume ist derzeit noch nicht bekannt, da die Verwaltung noch an der Winterauswertung arbeitet. Betroffen sind aber meist Pappeln, Weiden, Buchen und Ahorn, große Bäume wie kleine. „Wir schätzen, es gibt eine hohe zweistellige Zahl“, sagt die Sprecherin. Die Kosten, die der Biber verursacht, lassen sich nicht genau aufschlüsseln.

Derzeit gibt es im Park drei Biber-Bauten: einer im Kleinhesseloher See, zwei weitere im Schwammerlweiher im Nordteil. Pro Bau rechnen Experten mit bis zu fünf Tieren.

Martin Hänsel vom Bund Naturschutz.

Ein Umsiedeln der Tiere, die seit 2015 in Bayern wieder auf dem Vormarsch sind, bringt übrigens nichts, denn immer wieder kommen neue Biber in den Park, die ein Revier suchen – meist aus Garching oder von der Museumsinsel. Umsiedeln sei auch gar nicht nötig, sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Bund Naturschutz München, Martin Hänsel: „Der Biber ist kein Problem für den Englischen Garten oder den Menschen.“ Die Tiere wohnten bereits seit einer ganzen Weile dort. Man könne sie beobachten. Bäume ließen sich schützen, entweder durch das Anbringen von Draht um den Stamm – oder durch einen speziellen Anstrich. „Das ist zwar teurer, sieht aber besser aus“, sagt Hänsel.

Beachte man das alles, können Menschen und Biber gut miteinander auskommen. Gefahr besteht nicht! „Damit der Biber einen beißt, muss man sich schon schwer anstellen.“

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