140 Millionen Euro kostet das Zentrum

Neubau am Klinikum Schwabing: Reiter setzt den Spatenstich

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Spatenstich mit Kindern: OB Dieter Reiter, Ministerin Melanie Huml, Klinik-Chef Axel Fischer.

München - Die Sanierung der Städtischen Kliniken beginnt – gestern war Spatenstich für den Neubau am Klinikum Schwabing.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, nun beginnt die OP am offenen Herzen: Dort soll in den kommenden Jahren ein Zentrum für die Bevölkerung entstehen. Kleine Patienten erhalten das komplette Spektrum der Kinder- und Jugendmedizin in Kooperation mit dem Klinikum rechts der Isar (TU München). Zudem werden Frauenheilkunde sowie Geburtshilfe angeboten, außerdem wohnortnahe Versorgung – gerade bei Notfällen – mit dem interdisziplinären Zentrum für Innere Medizin, Chirurgie und Nothilfe für Erwachsene.

Der Neubau wird aus fünf Stockwerken bestehen, der über alle Ebenen durch verglaste Brücken mit dem denkmalgeschützten Gebäude „Haus 24“ verbunden wird. Im Erdgeschoss entstehen Spiel- und Wartezonen für Kinder und Erwachsene mit Abindung an den nutzbaren Innenhof. Mehr Eltern-Kind-Zimmer sowie große Fenster, die den Blick ins Grüne ermöglichen, sollen die Behandlung unterstützen.

Die Kinder- und Jugendmedizin in Schwabing bietet laut eigenem Bekunden Therapien, die nur wenige Zentren weltweit auf diesem Niveau leisten können. Im Neubau erhalten nun Spitzenmedizin und Patientenorientierung den entsprechenden baulichen Rahmen.

Der Neubau soll aus fünf Stockwerken bestehen, über verglaste Brücken wird er mit dem Haus 24 verbunden.

Insgesamt entstehen in Alt- und Neubau rund 18 000 Quadratmeter Nutzfläche. Das Schwabinger Klinikum wird in Summe über rund 415 Betten verfügen. Die Gesamtinvestitionen liegen bei rund 140 Millionen Euro. Die Bauzeit beträgt vier Jahre. OB Dieter Reiter (58, SPD): „Wir investieren in die Neuausrichtung, weil das Klinikum Medizin für alle bietet.“ Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (41, CSU): „Mit dem Neubau wird eine der modernsten Kinderkliniken geschaffen. Diese wird ganz auf die speziellen Bedürfnisse der kleinen Patienten zugeschnitten sein.

Klinik-Geschäftsführer Axel Fischer ist wichtig, dass sich auch für die Mitarbeiter etwas tut: „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und werden mit modernen Arbeitswelten an allen Standorten Mitarbeiter stärker an uns binden.“

Klinik-Sanierung

Mit dem Spatenstich in Schwabing beginnt nun die Sanierung der Städtischen Kliniken. Zusammen mit den Modernisierungen und Neubauten an den Standorten Bogenhausen, Harlaching und Neuperlach wird rund eine dreiviertel Milliarde Euro investiert. Als Sorgenkind entpuppt sich dabei die Einrichtung in Bogenhausen. Die Sanierung dort wird nicht nur drei Jahre länger dauern, sondern auch kostenintensiver. Die Geschäftsführung ist angehalten, die Kosten zu drücken. Dem Vernehmen nach soll nun auf einen Neubau der Tiefgarage verzichtet werden. „Das kann ich weder dementieren noch bestätigen“, sagt ein Sprecher der Kliniken. „Richtig ist, dass Zeit- und Kostenpläne optimiert werden sollen.“ Der Stadtrat erhält im Dezember einen Entwurf. „Dass nachgearbeitet werden muss, ist klar“, sagt Hans Theiss (CSU). Da die Sanierungen ineinander greifen, hänge das Gesamtkonzept davon ab, ob Bogenhausen im Rahmen bleibt.

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