Fahrer zwischen 20 und 25 Jahre alt

Garchinger rasen mit Protzkarren durch Schwabing

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Das Rennen führte an der Münchner Freiheit vorbei.

München - Die vier an dem illegalen Straßenrennen über die Leopoldstraße beteiligten Männer sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und kommen aus Garching.

Aus dem Landkreis machte sich die Clique auf den Weg in die Stadt – und drückte dabei mächtig auf die Tube. Mit bis zu 100 Sachen heizten sie in ihren Protzkarren über die Leopoldstraße. Eine zivile Streife der Polizei wurde am späten Sonntagabend Zeuge eines illegalen Straßenrennens durch die Münchner Innenstadt.

Auf Höhe U-Bahnstation Giselastraße war Schluss. Den jungen Männern im Alter zwischen 20 und 25 Jahren drohen jetzt fette Bußgelder und ein Fahrverbot von bis zu zwei Monaten. Die Viedeoaufzeichnungen der Polizisten dokumentieren den Höllenritt über Münchens Prachtstraße. „Den Kollegen sind die vier Burschen aus Garching bereits in der Schenkendorfstraße aufgefallen“, sagt Polizeisprecher Gottfried Schlicht. Unterwegs Richtung Innenstadt, lieferten sich die Männer in ihren Sportwagen teils halsbrecherische Überholmanöver.

Dabei waren sie laut Messung der Polizei mit bis zu 100 Stundenkilometern unterwegs – doppelt so schnell als erlaubt. Die irre Fahrt verlief über ganze drei Kilometer. Sie führte auch an dem belebten Platz an der Münchner Freiheit vorbei, wo viele Nachtschwärmer noch den ersten lauen Abend des Jahres genossen. Erst auf Höhe der Franz-Joseph-Straße war Schluss.

Bei zwei Fahrzeugen – es handelte sich um einen BMW M3 (431 PS) und ein BMW 3er Coupé (bis zu 326 PS) – konnte die Geschwindigkeit gemessen werden. Schlicht: „Den Fahrern drohen jetzt Geldbußen in Höhe von 400 bis 800 Euro, zwei Punkte und Fahrverbote zwischen einem und zwei Monaten.“

Die beiden anderen Raser kommen glimpflicher davon. Bei ihnen liegt kein offizieller Geschwindigkeitsverstoß vor. Ein Verfahren wegen der Beteiligung an einem nicht genehmigten Fahrzeugrennen haben sie aber trotzdem am Hals. Die 20- und 23-Jährigen waren in einem Audi S5 (354 PS) und in einem BMW Z4 (bis zu 340 PS) unterwegs.

Das Polizeipräsidium erinnert in diesem Zusammenhang einmal mehr, das überhöhte Geschwindigkeit als eine der Hauptursachen immer wieder zu schweren Unfällen führt. Die Verkehrspolizei wird deshalb weiter gezielt Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen und Verstöße konsequent ahnden – für mehr Sicherheit auf unseren Straßen.

Johannes Heininger

Johannes Heininger

E-Mail:Johannes.Heininger@tz.de

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