Tödlicher Betriebsunfall

Zwei-Tonnen-Stein erschlägt Arbeiter

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Baustellen bergen große Gefahren für ihre Mitarbeiter.

München - Drei schwere Betriebsunfälle innerhalb von drei Tagen in München: Ein Arbeiter kam dabei sogar ums Leben. In allen Fällen ermittelt die Polizei.

Ein 45-Jähriger ist bei einem Betriebsunfall in Freimann ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen wurden bei Betriebsunfällen in München schwer verletzt.

Betriebsunfall 1) Zwei-Tonnen-Stein erschlägt 45-Jährigen

Der 45-jährige Bulgare, der in Germering lebte, arbeitete am Mittwoch gegen 8.55 Uhr auf einer Baustelle an der Lilienthalallee. Aus bisher nicht bekannten Gründen stieg er in eine Baugrube. 

In diesem Moment schwenkte nach derzeitigen Kenntnissen ein Baggerfahrer die Schaufel über die Grube. Ein etwa zwei Tonnen schwerer Stein löste sich von der Schaufel und fiel dem Bauarbeiter auf den Kopf. Der Mann erlitt tödliche Verletzungen. Das Fachkommissariat ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Betriebsunfall 2) 200-Kilo-Gegengewicht löst sich - Arbeiter lebensbedrohlich verletzt 

Mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde ein 56-Jähriger am Dienstag in eine Klinik eingeliefert. Er war auf einem Betriebsgelände in Allach von einem 200 Kilogramm schweren Gegengewicht an einer Maschine getroffen worden. 

Laut Polizei bearbeitete der Mann an einer Drehbank ein schweres Metallstück. Dafür musste ein Gegengewicht an der Maschine befestigt werden. Plötzlich löste sich das Gewicht, durchschlug die Einhausung an der Maschine und traf den 56-Jährigen an Kopf und Oberkörper. 

Der Mann erlitt ein offenes Schädel-Hirn-Trauma. Im Krankenhaus wurde der Münchner sofort operiert. Das Fachkommissariat ermittelt. Warum sich das Gegengewicht gelöst hat, ist noch unklar.

Betriebsunfall 3) Maurer fällt in tiefe Grube

Auf einer Baustelle an der Rübezahlstraße in Waldperlach wurde am Montag ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Erding schwer verletzt. Der Maurer war mit Verschalungsarbeiten beschäftigt. Als er auf einen Teil der Verschalung sprang, brach die Platte in der Mitte durch. 

Der Mann fiel in eine etwa 2,50 Meter tiefe Grube. Beim Aufprall zog er sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Die ersten Ermittlungen der Polizei ergaben keine Hinweise auf einen Verstoß gegen Arbeitsschutzrichtlinien.

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