Menschen können in Häuser zurück

Fliegerbombe entschärft - Straßen wieder frei

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An der Tristianstraße in Schwabing ist am Dienstagabend eine 125-Kilogramm-Bombe entschärft worden.

München - Bei Bauarbeiten an der Tristanstraße in München-Schwabing - nahe dem Klinikum - ist eine 125-Kilogramm-Fliegerbombe entdeckt worden. Sie ist nun entschärft.

Wie die Polizei mitteilt, wurde die Bombe um 20.38 Uhr erfolgreich entschärft. Etwa zwei Minuten später wurden auch die Sperrungen wieder aufgehoben - die rund 2000 evakuierten Menschen können nun nach und nach in ihre Häuser zurück.

Im Klinikum Schwabing mussten laut Angaben der Feuerwehr nur einzelne Räume evakuiert werden. In den eingerichteten Betreuungsstellen im Sophie-Scholl-Gymnasium und Will-Graf-Gymnasium kamen 112 Personen vorübergehend unter.

Im Einsatz waren 200 Polizeibeamte und 85 Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr.

Entschärfung der Fliegerbombe

In diesen Minuten wird die Bombe von Schwabing entschärft. Laut Polizei kann das zwischen 15 und 20 Minuten dauern. Gesperrt sind die Straßen: Leopold, Rümann, Isolden und Parzival. „Es handelt sich um einen normalen Aufschlagzünder, der vermutlich problemlos entschärft werden kann“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Der Bombenfund in Schwabing wirkt sich auch auf den Nahverkehr aus.

Update der Polizei

Geräumt werden Teile der Rümannstraße, Isoldenstraße, Wartburgplatz, Eisenacher Straße, König-Marke-Straße, Heckscherstraße, Leopoldstraße, Parzivalstraße und Parzivalplatz. Der Verkehr auf der Leopoldstraße wird nur für die Dauer der Entschärfung gesperrt werden - mit einer Entschärfung ist noch am Abend zu rechnen. Wann jedoch genau, dazu kann sich die Polizei nicht äußern. "Es gibt viele Faktoren", sagt ein Sprecher. "An jeder Tür muss geklingelt werden, die Menschen müsse ihre Wohnungen verlassen."

Eine Anlaufstelle für betroffene Bürger (Notunterkunft) befindet sich in den Gymnasien an der Karl-Theodor- Str./Borschtallee. Es handelt sich hierbei um das Sophie-Scholl-Gymnasium und das Willi-Graf-Gymnasium.

Wer dahin nicht laufen möchte, kann in einen der MVV-Shuttlebusse umsteigen, die zur Verfügung stehen. Das berichtet der tz-Reporter vor Ort. Die Menschen reagieren weithin gelassen.

Das passierte am Nachmittag

Bei Bauarbeiten an der Tristanstraße, Ecke König-Marke-Straße, ist am Dienstag gegen 14 Uhr eine etwa 125 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Gefahrenradius rund um die Fundstelle soll etwa 100 Meter betragen, wie unsere Reporterin vor Ort berichtet.

Vorbereitungen in der Parzivalstraße in München-Schwabing.

Die Polizei hat mit der Räumung begonnen. Das bestätigte ein Polizeisprecher gegen 17 Uhr im Interview im Bayerischen Rundfunk.

In der Nachrichtensendung sagte der Sprecher, die Bombe besitze einen "herkömmlichen Zünder". Mit der Entschärfung solle daher noch an diesem Dienstagabend begonnen werden. Doch zunächst müsse das Gebiet rund um die Fundstelle geräumt werden.

"Wir hoffen, dass die Bewohner nach der Entschärfung noch an diesem Abend in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können", sagte der Münchner Polizeisprecher.

Ein Bombenexperte machte dazu vor Ort keine genaue Zeitangabe.

Das Klinikum in Schwabing muss nach aktuellem Stand nicht geräumt werden. "Nur Patienten in angrenzenden Zimmern werden nach innen verlegt", kündigte der Sprecher an. Wie unsere Reporterin berichtet, seien also nur wenige Patienten im Nordflügel betroffen.

Bilder vom Bombenfund

Bilder vom Bombenfund in Schwabing

Die Frage, ob der Verkehr noch fließe, bejahte der Polizeisprecher im Fernsehinterview. Kurz vor der Entschärfung solle aber die Leopoldstraße gesperrt werden. Die Polizei München twitterte dieses Bild:

Erinnerungen an den Bombenfund vor zwei Jahren

Viele Münchner erinnern sich jetzt an den Schwabinger Bombenfund Ende August 2012. Damals wurde in der Feilitzschstraße eine Fliegerbombe gesprengt.

sah/pak/dpa

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