Anwohner dürfen wieder in ihre Wohnungen

Ticker aus Schwabing: Fliegerbombe erfolgreich entschärft

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Die Bombenentschärfer Michael Filips und Martin Radons zeigen den Zünder der entschärften 500-Pfund-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die hinter ihnen bereits im Wagen liegt.

München - Bauarbeiter haben am Dienstag eine Fliegerbombe in einem Neubaugebiet in Schwabing südlich des Münchner Olympiaparks entdeckt. Nun ist die Entschärfung des Sprengkörpers geschafft und die Anwohner dürfen wieder in ihre Wohnungen zurück.

  • Im Münchner Stadtteil Schwabing wurde eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
  • Um den Blindgänger zu entschärfen, wurde am Mittwochvormittag das Gebiet geräumt, 8.000 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.
  • In der Olympiahalle konnten die betroffenen Menschen unterkommen.
  • Seit 16.07 Uhr ist die Bombe laut Feuerwehr erfolgreich entschärft.
  • Die Anwohner dürfen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

17.59 Uhr: Kleiner Nachtrag: Im Einsatz waren heute laut Feuerwehr München insgesamt 200 Polizisten, 200 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwillliger Feuerwehr sowie 100 Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen. Die Bombe wird nun durch eine Firma zerstört.

17:32 Uhr: Der Einsatz ist damit erfolgreich abgeschlossen. Sollten sich noch weitere Entwicklungen ergeben, halten wir Sie auf dem Laufenden.

17:30 Uhr: Das für die Bombenentschärfungsaktion eingerichtete Bürgertelefon unter der Telefonnummer 089-23535555 ist ab sofort abgeschaltet. Auch die übrigen Einsatzkräfte verabschieden sich in den Feierabend.

16:40 Uhr: Die Einsatzkräfte klopfen sich nun gegenseitig für den erfolgreichen Einsatz auf die Schultern und freuen sich, dass die Entschärfung problemlos über die Bühne gegangen ist. Ehre, wem Ehre gebührt!

16:35 Uhr: Das Betreuungsangebot für die kurzzeitig wohnungslosen Anwohner in der Olympiahalle nahmen nach Auskunft der Feuerwehr übrigens nur gut 290 Menschen in Anspruch.

16:28 Uhr: Alle Sperrungen sind ab sofort aufgehoben, die Anwohner dürfen wieder nach Hause zurückkehren und der Verkehr ist ebenfalls wieder freigegeben.

+++ Update +++ #Fliegerbombe Georg-Birk-StraßeDer Alltag kehrt zurück.Die Sperrungen sind ab sofort aufgehoben, die...

Posted by Feuerwehr München on Wednesday, March 23, 2016

16:23 Uhr: Wann die Anwohner wieder in ihre Wohnungen dürfen, will die Polizei demnächst bekanntgeben.

16:20 Uhr: Die entschärfte Fliegerbombe wird nun von Sprengstoffexperten abtransportiert.

16:15 Uhr: Erleichterung und Jubelstimmung in Schwabing: "Der Zünder ist raus", freut sich ein Polizeisprecher vor Ort. In wenigen Minuten erwartet er Grünes Licht vom Sprengmeister. Dann können die Absperrungen sukzessive abgebaut werden. Der Verkehr wird also demnächst wieder fließen und die Anwohner können in Kürze in ihre Häuser zurückkehren. Busse und Trambahnen fahren wieder durch Schwabing, allerdings bislang noch ohne Halt im Sperrgebiet.

16:12 Uhr: Mit etwas Glück könnte die Entschärfung der Bombe in wenigen Minuten erledigt sein, erklärt eine Polizeisprecherin. Solange es keine Komplikationen gibt.

15.38 Uhr: Die Entschärfung hat jetzt begonnen. Nun heißt es Daumen drücken. Polizei, Rettungskräfte und Journalisten warten gespannt auf das Ergebnis der Arbeit des Sprengmeisters.

15.20 Uhr: Nun hat es mit den letzten Sicherheits-Checks doch noch ein bisschen länger gedauert. In den nächsten Minuten geht die Entschärfung der 250-Kilo-Blindgänger-Fliegerbombe aus der Georg-Birk-Straße aber endlich los, melden Feuerwehr und Polizei.

14.40 Uhr: Die Feuerwehr München bestätigt auf Facebook, dass die Evakuierung des Sicherheitsbereichs inzwischen abgeschlossen ist.

+++ Update +++ #Fliegerbombe Georg-Birk-StraßeDie Räumung des betroffenen Bereichs wurde soeben abgeschlossen. Derzeit...

Posted by Feuerwehr München on Wednesday, March 23, 2016

14.05 Uhr: Inzwischen sind Polizei und Feuerwehr guter Dinge, dass der Sprengmeister um 15 Uhr mit der Entschärfung der Fliegerbombe beginnen kann.

13.45 Uhr: Ob tatsächlich um 15 Uhr entschärft werden kann, ist unklar. Das räumt ein Sprecher der Feuerwehr, Christoph Hoeckh, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk ein. An die Entschärfung können sich die Spezialisten erst machen, wenn keine Anwohner mehr in dem Gebiet sind. Offensichtlich sind noch nicht alle Wohnungen evakuiert.

13.00 Uhr: Nach und nach kommen Menschen in der Olympiahalle an. Das berichtet Merkur-Reporterin Stefanie Wegele. Doch von den 8.000 Anwohnern in dem Gebiet um die Fliegerbombe werden wohl viele anderweitig untergekommen sein - bei Verwandten, Freunden oder eben ganz normal in der Arbeit.

12.30 Uhr: Die Evakuierung läuft. Unsere Video-Redaktion hat sich vor Ort ein Bild gemacht, wie es rund um das abgesperrte Gebiet aussieht.

11.50 Uhr: Die Polizei München erklärt, dass aktuell keine Gefahr bestehe. "Gefahr besteht nur beim unmittelbaren Entschärfungsprozess durch den Sprengmeister", schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite. Beim Verlassen der Wohnung können die Fenster geschlossen werden, heißt es dort außerdem.

11.30 Uhr: Die Evakuierung läuft. Die Anwohner werden von den Einsatzkräften aus den Wohnungen geholt. Außerdem werden Durchsagen gemacht, die die Menschen im Gebiet auffordern, die abgesperrte Region rund um die Fliegerbombe zu verlassen. Bis 13 Uhr soll die Evakuierung abgeschlossen sein.

Polizei und Feuerwehr sind mit etwa 400 Kräften vor Ort

11.10 Uhr: Tipp der Polizei: Nehmt Bargeld, Schlüssel, Mobiltelefon und Ladegerät und vor allem notwendige Medikamente mit. Die Beamten rechnen damit, dass in den Abendstunden jeder in seine Wohnung zurück kann. Gemeinsam mit der Feuerwehr sind sie mit etwa 400 Einsatzkräften vor Ort.

11.00 Uhr: Gottfried Schlicht, Sprecher des Polizeipräsidiums München, fasst für unsere Video-Redakteure vor Ort die Geschehnisse im Gebiet südlich des Olympiaparks zusammen.

Statement des Polizeisprechers zur Fliegerbombe in Schwabing

Das sagt der Sprecher der Polizei München über die Fliegerbombe in Schwabing.

Posted by tz München on Mittwoch, 23. März 2016

10.55 Uhr: Auch bei der MVG wird es aufgrund der Entschärfung der Fliegerbombe zu Behinderungen kommen. Betroffen sind die Tramlinie 12 und die Busse 53 und 59. Änderungen im Fahrplan wird es voraussichtlich bis 22 Uhr geben.

10.50 Uhr: Noch immer ist die Evakuierung der Gebäude noch nicht im Gang. Es scheint sich aber langsam etwas zu tun. Die Einsatzkräfte vor Ort besprechen die Lage.

Lagebesprechung in Schwabing - Bomben-Entschärfung um 15 Uhr

Lagebesprechung in Schwabing. Die Bomben-Entschärfung soll um 15 Uhr beginnen.

Posted by Merkur.de on Mittwoch, 23. März 2016

10.19 Uhr: Die Entschärfung der gefundenen Bombe soll um 15 Uhr stattfinden.

10.13 Uhr: Gerade teilt die Feuerwehr mit, dass für die betroffenen Anwohner eine Shuttle-Bus-Verbindung zur Olympiahalle eingerichtet wurde. Die Haltestellen sind: Ackermannstraße, Elisabeth-Kohn-Straße, Winzerer Straße und Schwere-Reiter-Straße.

Restaurants wie das Rigoletto müssen geschlossen bleiben.

9.58 Uhr: Merkur-Reporterin Stefanie Wegele ist vor Ort. Noch habe die Evakuierung nicht begonnen. Es sei außerdem total ruhig in dem abgesperrten Gebiet, berichtet sie. Kindergärten und Restaurants in der betroffenen Gegend bleiben heute geschlossen, die Anwohner und Kunden werden um Verständnis gebeten.

9.16 Uhr: Feuerwehr und Polizei melden, dass die Evakuierung um 10 Uhr beginnt. Für die betroffenen Anwohner wurde eine Betreuungsstelle in der Olympiahalle eingerichtet, die ausschließlich über den Zugang "Nord" betreten werden kann. Die Entschärfung der Fliegerbombe kann erst erfolgen, wenn die Räumung des Gebietes vollständig abgeschlossen ist. Eine Rückkehr in das abgesperrte Gebiet sei daher voraussichtlich erst in den frühen Abendstunden möglich.

Für die Anwohner im Gebiet der Fliegerbombe gibt es ein Bürgertelefon

9.09 Uhr: Für die von der Bombenentschärfung betroffenen Bewohner in Schwabing wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Telefonnummer lautet: 089/23535555. Die Telefone sind ab sofort besetzt.

8.38 Uhr: Unsere Video-Redakteure sind in Schwabing - noch wird nicht evakuiert. "Es wird noch geplant", hieß es von einem Beamten, der an der Absperrung postiert ist. Ein genauer Zeitplan liegt demnach noch nicht vor.

8.18 Uhr: Für die Räumung ist ein Radius von etwa 500 Metern vorgesehen. Bereits gestern wurden die betroffenen Münchner informiert, dass sie ab 8 Uhr ihre Wohnungen und Büros verlassen müssen, beziehungsweise ab 8 Uhr nicht mehr in den gesperrten Bereich dürfen.

7.05 Uhr: Ab 8 Uhr soll geräumt werden: Die Polizei hat ein Foto des Evakuierungsradius getwittert. In diesem Bereich sollen in etwa einer Stunde Gebäude evakuiert und die Bewohner in Sicherheit gebracht werden. Betroffen sind etwa 8000 Menschen.

Die Arbeiter hatten jetzt erst einmal Pause: Am Dienstag gegen 15 Uhr tat sich auf einer Baustelle im Kreuzungsbereich der Georg-Birk-Straße/Petra-Kelly-Straße/Adams-Lehmann-Straße im Erdreich etwas auf, das verdächtig nach einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg aussah. Die Polizei wurde alarmiert, der Verdacht bestätigt und ein Experte hinzugerufen. 

Fliegerbombe in Münchner Neubaugebiet bringt 226,8 Kilogramm auf die Waage

Der Sprengmeister hat zunächst die Beschaffenheit der Bombe geprüft, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Er kam nach Informationen der tz zu folgendem Ergebnis: Die Bombe ist ein Blindgänger der Amerikaner aus dem Zweiten Weltkrieg, hat ein Gewicht von 226,8 Kilogramm und soll am Tag darauf, also am Mittwoch, entschärft werden. 

Zur Sicherheit wird das Gebiet rund um den Fundort im Umkreis von 500 Metern evakuiert, bis zu 8.000 Menschen sind laut Polizei betroffen. Ein Pflegeheim der Diakonie mit 240 pflegebedürftigen Menschen wird bereits am Dienstagabend geräumt. Ab 8 Uhr am Mittwoch fahren Sprechwagen die Straßen ab und fordern die Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. Im Laufe des Vormittags soll die Bombe dann entschärft werden.

In München werden immer wieder Fliegerbomben gefunden

Der Fund von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ist in München und anderen Städten nicht weiter ungewöhnlich. Erst vor kurzem wurde ein solcher Sprengkörper in Pasing entschärft. 

Absoluter Einzelfall hingegen war die Schwabinger Fliegerbombe, die im August 2012 gefunden worden war und eine weitaus gefährlichere Dimension hatte. Bei der kontrollierten Sprengung mussten damals etwa 2.500 Anwohner ihre Häuser verlassen. Durch die Explosion, die in der ganzen Stadt zu hören war, wurden einige umstehende Häuser beschädigt.

Diese Münchner Straßen sind wegen der Bombe am Mittwoch Tabuzone

- Georg-Birk-Straße

- Elisabeth-Kohn-Straße

- Centa-Herker-Bogen

- Agnes- Neuhaus-Straße

- Ackermannstraße

- Lissi-Kaeser-Straße

- Petra-Kelly-Straße

- Adams-Lehmann-Straße

- Schwere-Reiter-Straße

- Elisabethstraße

- Barbarastraße

- Gustav-Landauer-Bogen

- Felix-Fechenbach-Bogen

- Therese- Studer-Straße

- Rosa-Aschenbrenner-Bogen

- Deidesheimer Straße

- Saarstraße

- Hildeboldstraße

- Winzererstraße

- Mitterwieserstraße

- Clemens-, Herzog- und Hohenzollernstraße in Teilbereichen

Der Text wird laufend aktualisiert.

Dorita Plange

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Kathrin Brack

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Kathrin Garbe

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Kommentare

Hotte 1
(0)(0)

Vielen Dank Männer, das es euch gibt.
Passt auf Euch bitte auf. Ein frohes und geruhsames Osterfest Euch Helden des Alltags.

stachus penner 3Antwort
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In schwabing lag eine bombe mit lanzeitzünder. Das hier ist ein aufschlagzünder. Die evaskuierung heute war eine reine sicherheit. Das die kleine nicht zündet war klar.

AndreAntwort
(0)(0)

500m ist völlig übertrieben, bei der kleinen 250kg Bombe. Die in Schwabing hatte die Größe einer Luftmine und da waren 500m schon übertrieben. Als damals gesprengt wurde, war den Gefahrenbereich knapp 150m und mehr nicht.