Bewegendes Schicksal

Demente Renterin (96) auf Straße gesetzt - jetzt kommt Hilfe

+
Die kranke Anna U. soll aus ihrer Wohnung raus.

München - Das Schicksal der 96-jährigen Anna U., die trotz schwerer Krankheit auf die Straße gesetzt werden sollte, hat viele Leser bewegt. Jetzt gibt es Hilfe für die Seniorin.

Viele unserer Leser nahmen sich den Fall von Anna U. sehr zu Herzen. Wie wir exklusiv berichtet hatten, war die kranke 96-Jährige zusammen mit ihrem Pfleger vom Landgericht aus ihrer Wohnung auf die Straße gesetzt worden. Im November wird der Bundesgerichtshof über das Urteil entscheiden. Aber schon jetzt gibt es Hilfe für die Seniorin…

So mancher tz-Leser wollte nämlich Geld spenden, um Anna U. das Leben wenigstens ein bisschen zu erleichtern. Die alte Dame lebt von der Grundsicherung. Das Problem: Wenn jemand Hilfe vom Amt bekommt, sind Spenden nicht zulässig. Diese müssten dann mit der Grundsicherung verrechnet werden.

Im Fall von Anna U. hat sich aber nun der Verein Lichtblick Seniorenhilfe e.V. eingeschaltet. „Wir werden für Frau U. eine Patenschaft einrichten“, so Chefin Brigitte Grung. Heißt: Anna U. bekommt jeden Monat zusätzlich 35 Euro zu ihren Sozialleistungen dazu – zur freien Verfügung. Der Verein hat sozusagen eine „Sondergenehmigung“ vom Sozialreferat und der Regierung von Oberbayern, diesen Betrag an hilfsbedürftige Senioren pro Monat weiterzuleiten. Mehr ist leider nicht erlaubt. Grung: „So können Anna U. aber zumindest kleine Wünsche erfüllt werden.“

Stimmt! Wer den Verein Lichtblick übrigens unterstützen will, findet alle Infos im Netz unter www.lichtblick-sen.de oder kann sich unter der Nummer 089/67 97 10 10 melden.

tz

Mehr zum Thema:

auch interessant

Kommentare