Neben neuer Schwabinger Klinik

Stiftung fordert Kinder-Campus in München

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Michael Diederich gehört zu den betroffenen Eltern, die sich in der Stiftung zusammen mit Ärzten, weiteren Münchner Bürgern und Pflegern engagieren.

München - München soll zur Gesundheitshauptstadt für Kinder werden: Das fordert eine neue Stiftung. Sie plant einen Kinder-Campus auf freiwerdenden Flächen des Schwabinger Klinikums.

Fast ein Jahr verbrachte seine Tochter Viktoria (12) 2010 am Klinikum Schwabing. Hier erlebte Michael Diederich (51) Medizin „auf Weltklasse-Niveau“ und „ungeheuer motiviertes Personal“. Aber auch nicht immer perfekte Umstände: „Meine Frau hat teils im Feldbett auf dem Gang geschlafen.“

Heute kommt Diederichs Tochter nur noch zur Nachsorge in die Klinik. Ihr Vater hat mit weiteren Eltern, Ärzten und Pflegekräften die neue Stiftung Kinderklinik Schwabing gegründet. Sie setzt sich für einen Kinder-Campus ein. 

Das Klinikum Schwabing wird neu gebaut. Was wird aus den alten Teilen des Gebäudes.  

Der Hintergrund: Das Klinikum Schwabing wird neu gebaut. Zu ihm gehört neben der Kinderklinik ein Zentrum für Innere Medizin, Chirurgie und Notfallhilfe für Erwachsene. Vor rund einem Monat war Spatenstich. Was aus den alten Klinik-Gebäuden wird, ist noch unklar. Die Stadt plant einen Medizincampus.

Am 14. Dezember wird im Stadtrat ein Grobkonzept präsentiert - auf einem Teil des Geländes will die Stiftung Einrichtungen unterschiedlicher Träger realisieren. So soll etwa ein Haus zum Übernachten für Eltern geschaffen werden. 

Und: Wohnraum für Pflegekräfte. Wegen des Pflegekräftemangels gebe es schon jetzt Tage, an denen Hochschwangere nach Nürnberg geflogen werden müssten, so Kinderklinik-Direktor Professor Stefan Burdach. Finanzieren will die Stiftung den Campus durch Spenden und zu gewinnende Partner wie den Bezirk Oberbayern. 

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