Aus dem Bezirksausschuss

Belgradstraße: Zank um einen Mittelstreifen

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Alte Straßenbahngleise in der Belgradstraße im Jahr 2006.

München - Stadt plant Bäume an der Belgradstraße – keine gute Idee, findet der Bezirksausschuss.

Der begrünte Mittelstreifen in der Belgradstraße zwischen Scheidplatz und Petuelring gerät zunehmend zum Zankapfel. Bereits 2010 legte das Baureferat im Bereich der ehemaligen Tramtrasse Wildblumenwiesen an. Daraufhin beantragte der Bezirksausschuss (BA) Schwabing-West, den Streifen auch mit Bäumen zu bepflanzen. Nun unterbreitete das Baureferat einen Vorschlag zur Neugestaltung des Grüns, der die Stadtteilpolitiker mehr als erstaunte. Statt der geforderten und laut BA-Chef Walter Klein (SPD) auch seitens des Baureferats angebotenen Baum-Lösung sieht das neue Konzept der Stadt verschiedenfarbig blühende Sträucher vor. Laut Harald Damskis (Grüne) will die Stadt abwarten, wie sich das Verkehrsaufkommen in der Belgradstraße entwickle, bevor sie den jetzigen Status quo durch Bäume zementiere.

Ein Argument, das der BA so nicht gelten lassen will. Er lehnt den Vorschlag ab. Schließlich seien „für unsere Stadt mit einer zunehmenden Nachverdichtung und absehbaren Klimaveränderungen“ Baumpflanzungen „von immenser Bedeutung“, so Damskis. Eine gelungene Gestaltung zeige die ehemalige TramTrasse in der Waldfriedhofstraße.

Im Baureferat versteht man die Aufregung nicht. Der Vorschlag stamme aus der Feder einer renommierten Landschaftsarchitektin. „Dieser sieht ein dichtes Band von vielfältigen Gehölzen vor, die im jahreszeitlichen Wechsel blühen“, so Sprecherin Dagmar Rümenapf. Außerdem habe man ausdrücklich angeboten, „die planerischen Rahmenvorgaben“ nochmals darzustellen und auch zu erläutern, „weshalb Bäume allenfalls mittelfristig realisierbar wären“. 

mdy

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