Mitten in Sendling

Anwohner kämpfenfür grünen Pfarrgarten

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Die Anwohner der Meindlstraße kämpfen gegen die geplanten Baumfällungen im ehemaligen Pfarrhof von Sendling

München - Die Bewohner der Meindlstraße in Sendling fürchten, dass die Kirche den alten Pfarrgarten an der Meindlstraße 5 bebauen lassen will – und machen mobil.

„Sechs der alten Bäume im Pfarrgarten sollen gefällt werden!“, empört sich die Sendlingerin Michaela Distel gegenüber Hallo München. Die ErzdiözeseMünchen bestätigt das – die Bäume seien krank. Ein Neubau sei aber nicht geplant. Das beruhigt die Anwohner nicht – im Gegenteil: Sie glauben, dass die Kirche etwas vor hat mit dem denkmalgeschützten Pfarrhaus und dem Garten. Denn die Bäume seien keineswegs krank – eine Einschätzung, die auch der Baumschutzbeauftragte im Bezirksausschuss (BA) Wolfgang Treml teilt. „Da werden Tatsachen geschaffen, um später bauen zu können“, vermutet ein Bürger. Ernst Dill, Sprecher der SPD im BA, bestätigt: „Die Diözese hat im September 2011 schon mal eine Bauvoranfrage für die Bebauung des Gründstücks gestellt.“

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Sowohl die Baumfällungen als auch die Bebauung habe der BA damals abgelehnt. Dill glaubt, dass man es nun „übers Hintertürchen“ versuchen wolle. Das wollen sich die Anwohner nicht gefallen lassen. Über 300 Unterschriften gegen die Baumfällungen haben die Bürger gesammelt, um sie an Kardinal Reinhard Marx zu übergeben. Und sie planen einen Bittgottesdienst für den Pfarrgarten. Die Sendlinger fordern, dass der seit dem Umzug der Pfarrei vor eineinhalb Jahren versperrte Garten endlich für die Bürger geöffnet wird.

Daniela Schmitt

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