Sendlinger Mordopfer in Sachsen beigesetzt

Tränenreicher Abschied von Katrin M. 

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Rund 300 Trauernde begleiteten am Samstag Mordopfer Katrin M. (31)  auf ihrem letzten Weg. Die Controllerin wurde im sächsischen Klix, in der Nähe von Bautzen, beerdigt.

München - Es war bitterkalt, doch sie spürten nur tiefste Trauer in ihren Herzen. Rund 300 Menschen haben am Samstag in Klix bei Bautzen Abschied von Mordopfer Katrin M. (31) genommen:

Ein Meer aus Blumenkränzen schmückt Katrins Grab. Ihr Freund Alex ließ auf eine weinrote Schleife schreiben: „Geliebt und unvergessen, mein süßer Krümel".

Ihre Eltern, ihr Freund Alex, Verwandte, Freunde, ihre Tante Maria M., die CDU-Bundestagsabgeordnete, sowie Arbeitskollegen aus München - alle waren  sie nach Sachsen gekommen, um ihre Katrin zu ihrer ewigen Ruhe zu begleiten. Der Trauergemeinde war die Fassungslosigkeit über den brutalen Tod der Controllerin eines Buchverlags ins Gesicht geschrieben.Anfang Januar war Katrin M. in Obersendling von ihrem Mörder im Treppenhaus vor ihrer Wohnung abgefangen worden. Von dem Täter, der die 31-Jährige mit 18 Messerstichen tödlich verletzte, fehlt bis heute jede Spur. In der bis auf den letzten Platz gefüllten evangelisch-lutherischen Kirche sprach Pfarrer Fritz-Dietmar Meier das aus, was alle Trauernden fühlten: „Ihr Tod trifft uns mitten im Leben, wie eine Mauer.“

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Die Trauernden begleiten voller Schmerz Katrins Sarg zu ihrer letzten Ruhestätte.

Der Geistliche war sichtlich ergriffen, als er von Katrin M. erzählte. Sie war Mitglied seiner Gemeinde. Wann immer sie ihren Heimatort besuchte, brachte sie sich auch in den Gottesdienst ein. Die junge Frau habe stets ein offenes Ohr für andere gehabt: „Du bist mir nicht gleichgültig“, habe sie zu vielen Menschen gesagt, die ihren Weg kreuzten, berichtet dieDresdner Morgenpost. Auch der Kaufmännische Geschäftsführer vom Verlag Gräfe und Unzer, Dr. Christian Kopp (42), war aus München angereist. Er überreichte Katrins Familie ein Kondolenzbuch, in das sich alle Kollegen eingetragen haben. „Sie war kompetent, unkonventionell, hilfsbereit und sehr humorvoll. Sie hat stets gelacht und andere zum Lachen gebracht“, beschrieb ihr Chef die junge Frau.

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Nach der bewegenden Andacht begleiteten die Trauernden, unter ihnen wohl auch Mordermittler aus München, Katrins Sarg zum Grab. Immer wieder wurde Katrins Mutter dabei von Tränen geschüttelt, ihr Mann stützte sie liebevoll. Während der Schock in Bautzen und München tief sitzt, arbeitet die Münchner Mordkommission fieberhaft an dem mysteriösen Fall. Die „Soko Aidenbach“ umfasst 25 Ermittler, die vor allem zwei Fragen nachgehen: War es eine Beziehungstat oder war Katrin M. ein Zufallsopfer? Auch der Münchner Profiler Alexander Horn (39), der unter anderem an der Ergreifung des „Maskenmanns“ Martin Ney beteiligt war, unterstützt die Ermittlungen.

tz

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