Mann gewürgt, Dachauerinnen belästigt

S-Bahn-Schläger taucht unter - kann Polizei aber nicht entkommen

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Der Mann hat nachdem er die Mädchen belästigt und einen Fahrgast gewürgt hat, die Scheibe einer S7 zertrümmert.

München/Dachau - Fast vier Monate nachdem er in einer S7 zwei Dachauerinnen belästigt und einen Mitreisenden gewürgt hatte, hat die Polizei den Schläger wieder gefasst. Er war zwischenzeitlich untergetaucht.

Der Vorfall hat sich bereits im Oktober 2015 ereignet. Wie die Bundespolizei berichtet, hat der 38-Jährige zwei Dachauerinnen (15 und 17 Jahre alt) zunächst am Bahnsteig und später in einer S-Bahn der Linie 7 beleidigt und belästigt. Ein Mitreisender aus Viersen wollte den Mann stoppen, woraufhin der 38-Jährige auf ihn losging und ihn schlug. 

Am Haltepunkt Harras verlagerte sich die Auseinandersetzung kurz auf den Bahnsteig, ging dann in der S-Bahn aber umso heftiger wieder weiter. Der Schläger packte den Viersener und würgte ihn mit dessen Schal. Dann ließ er seine Wut noch an einer Trennscheibe aus und zerschlug diese, bevor er flüchtete.

Zwei Dachauerinnen hatten auf Facebook nach dem Helfer gesucht

Streifen der Bundespolizei haben ihn noch am Tattag geschnappt - in der Nähe des Harras. Auf den öffentlichen Aufruf der Polizei hin meldeten sich auch die beiden Mädchen, die ihrerseits per Facebook nach dem Helfer gesucht hatten. Die Zeugen waren also da, allerdings wechselte der Beschuldigte während den Ermittlungen seinen Aufenthaltsort und war für die Behörden nicht mehr erreichbar. Dabei war er gar nicht weit gekommen, wie sich herausstellte.

Aufgrund von Fluchtgefahr hat das Münchner Amtsgericht am 27. Januar Haftbefehl gegen den 38-Jährigen erlassen. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I. führten zum derzeitigen Aufenthaltsort des Beschuldigten. Am Donnerstagmorgen drang eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bundespolizei aus Bayreuth in eine Wohnung in Laim ein und konnte dort den 38-Jährigen verhaften, der sich widerstandslos festnehmen ließ. Der Mann wurde den Justizbehörden zugeführt. Die Ermittlungen dauern an.

kg

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