Falsche Verkehrsprognosen

Am Luise-Kiesselbach-Tunnel wird nachgebessert

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Im Tunnel läuft es, aber darüber gibt es Probleme, weil die Ampeln nicht optimal eingestellt sind.

München - Seit gut einem Jahr rollen die Autos durch den Luise-Kiesselbach-Tunnel – an der Oberfläche aber stockt der Verkehr. Nun will die Stadt nachbessern.

Seit der Tunnel-Eröffnung häufen sich die Beschwerden der Anwohner über die Verkehrssituation in den umliegenden Straßen. Richard Stahnsdorf von der Seniorenvertretung des Bezirksausschusses Sendling-Westpark berichtete in der jüngsten Sitzung von „Mega-Staus“, die er auf der Waldfriedhofstraße und an der Abzweigung in die Heckenstaller-Unterführung beobachtet habe.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte das Kreisverwaltungsreferat (KVR) die problematischen Zustände. Ab dem 17. September habe sich die Lage zwischenzeitlich zugespitzt, wie KVR-Sprecher Johannes Mayer sagte. Der Grund sei eine technische Panne gewesen. „Am Knoten Heckenstallerstraße und Murnauer Straße war ein sogenanntes Tunnelsperrprogramm automatisch aktiviert worden, das sich nicht mehr zurückschalten ließ“, berichtet Mayer. Dadurch sei der Verkehr in Richtung der Tunneleinfahrt nach Osten nur für kurze Zeit freigegeben worden, was zu längeren Rückstaus führte. Das Baureferat habe diesen Fehler mittlerweile jedoch behoben.

Noch nicht gelöst ist allerdings das Problem, das von den neuen Ampelanlagen an der Oberfläche ausgeht. Die Schaltphasen beruhen nämlich auf Verkehrsprognosen, die vor Beginn des Tunnelbaus ermittelt wurden. „Es hat sich gezeigt, dass die Prognosen nicht den aktuellen Verkehrsverhältnissen entsprechen“, bestätigt Mayer. Aktuell arbeite man daran, das Ampelprogramm schrittweise zu optimieren. Da jeder Eingriff sich auch auf den Verkehrsfluss an umliegenden Ampelanlagen auswirke, müssen sich die Verkehrsexperten schrittweise an ein Optimum heranarbeiten. Darum sei davon auszugehen, das das Feinjustieren sich noch einige Wochen hinziehe.

In einem nächsten Schritt sollen im Laufe des Oktobers die Ampelzeiten am Knoten Ehrwalder Straße/Garmischer Straße angepasst werden, um die Staubildung auf der Ehrwalder Straße im morgendlichen Berufsverkehr zu vermindern.

Die Grünzeiten in Richtung Osten wurden bereits vor einigen Wochen schon verlängert. Laut Mayer seien durch diese Anpassung morgens kaum mehr Staus zu beobachten.

Christina Seipel

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