Stadtrat beschließt neue Pläne

Das ist die grüne Offensive für den Luise-Kiesselbach-Platz

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Nebenan viel Verkehr: So könnte der Luise-Kiesselbach-Platz nach der Begrünung ohne Lärmschutz aussehen.

München - Der Stadtrat hat über das weitere Vorgehen für den Luise-Kiesselbach-Platz beschlossen. Es stehen gleich mehrere Punkte auf der Agenda.

Rund 400 Millionen Euro hatte sich die Stadt den Bau des Tunnelsystems unter und neben dem Luise-Kiesselbach-Platz kosten lassen. Doch wie wird die Oberfläche künftig aussehen? Der Stadtrat beschloss am Dienstag eine Parkfläche, die zunächst provisorisch hergerichtet werden soll. Außerdem entschieden: Der seit neun Jahren stillgelegte Taxispark in Gern wird wiedereröffnet und soll umgestaltet werden. Und dann wäre doch die Diskussion über das Denkmal von König Ludwig II an der Corneliusbrücke. Ob es wieder aufgestellt werden kann, soll nun per Untersuchung geklärt werden.

Wiese statt Wohnungen

Über 120 000 Autos fuhren täglich vor dem Tunnelbau über den Luise-Kiesselbach-Platz. Jetzt sind es noch 40 000. Die Stadt fürchtet, dass der Lärm im künftigen Park zu laut sein wird. Sie schlug eine Wohnhausreihe entlang der Garmischer Straße vor, um den Lärm zurückzuhalten.

Rund 5500 Quadratmeter Wiese sollen künftig zum Spielen, Lesen oder Picknicken einladen. Weitere 3400 Quadratmeter Schotterrasen werden für Veranstaltungen wie Märkte oder Feste zur Verfügung stehen. Ob Lärmschutzmaßnahmen notwendig sind, sollen Messungen zeigen.

Streit um das Denkmal für den Kini

Soll man das 1969 abgetragene Denkmal für den Märchenkönig Ludwig II an der Corneliusbrücke wieder aufstellen oder nicht? Von der Statue gibt es nur noch den Kopf. Den Großteil des Marmorrahmens hat man auf einem städtischen Bauhof wiederentdeckt. Der Sockel ist verschwunden. Die Rathaus-CSU fordert den Wiederaufbau des Monarchen-Denkmals, die Grünen halten das für Geldverschwendung. Die Wiederherstellung soll 1,83 Millionen Euro kosten. Dabei fehlen noch die Kosten für den Sockel. Die Rathaus-SPD ist wenig begeistert, stimmte aber gestern einer 120 000 Euro teuren Machbarkeitsstudie zu.

Neues Leben für den Taxispark

Seit neun Jahren liegt der Taxispark im Dornröschenschlaf: 2007 hatte der Freistaat den Pachtvertrag nach 86 Jahren mit dem Verein Erholungspark für Kriegs- und Körperbeschädigte gekündigt, da dieser keine Kinder und Jugendliche auf das Gelände ließ. Jetzt wird der Park an die Stadt verpachtet. Teile sollen schon im Juni wieder geöffnet werden. Bis Herbst 2017 wird er für 2,12 Millionen Euro behutsam umgebaut. Die Bäume bleiben möglichst erhalten.

Er soll komplett barrierefrei zugänglich sein. Spielplätze, Kneippbecken und ein Senkgarten machen ihn für Senioren wie Kinder nutzbar.

Johannes Welte

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