Pascha-Chef Hermann Müller

Bordell-Mogul am Westpark verhaftet

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Hermann Müller ist Chef des Pascha.

München - Welch Glanz in einer schlichten Zelle: Pascha-Chef Hermann Müller (63) ist in seinem Haus am Münchner Westpark festgenommen. Es geht um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.

Welch Glanz in dieser schlichten Zelle: Pascha-Chef Hermann Müller (63) – eine der schillerndsten Figuren in der deutsch-österreichischen Bordellszene – wurde am Mittwoch um 16.30 Uhr in seinem Haus in der Raidinger Straße am Münchner Westpark festgenommen. Es geht um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und die endgültige Klärung der Frage, welcher Geschäftsführer für welchen Club im Pascha-Imperium (Köln, München, Linz, Graz und Salzburg) zuständig ist.

Hermann Müller liebt die Provokation. Mal wettete er öffentlich im Fernsehen mit der ARD-Moderatorin Sandra Maischberger um 50.000 Euro, dass sie in seinen Häusern keine Zwangsprostituierten finden werde. Dann setzte er 30.000 Euro Such-Prämie auf Ex-Mitarbeiter aus, von denen er sich erpresst fühlte. Frauenverbände wetterten gegen seinen Hilfs-Verein „Pascha für Menschen in Not e.V.“. Vor einem Jahr lud Müller Pascha-Kunden in Graz zum Gratis-Sex ein – lieber wollte er Millionen verschenken, als sie ans Finanzamt zu zahlen. Nun hat er den Bogen überspannt.

Seit Januar suchte ihn die Staatsanwaltschaft Augsburg im Rahmen eines Steuerverfahrens. Im Mai wurde er in Salzburg kurzfristig festgenommen. In einem Facebook-Video dankte er artig für die korrekte Behandlung, tauchte ab und wurde mit Haftbefehl gesucht. Im Netz postete er Fotos von sich in österreichischen Spielbanken und Clubs, schien sich sicher zu fühlen. Fehler! Zielfahnder der Münchner Polizei hörten ein Telefongespräch ab und wussten, dass er am Mittwoch in München sein wird. Abends schon schloss sich die Tür der Haftzelle hinter ihm – diesmal wohl für längere Zeit.

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