Dreiste Diebe

Senioren-Pärchen klaut zwölf Designer-Dirndl bei Angermaier

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Angermaier-Verkäuferin Nina zeigt zwei Dirndl, die wie die gestohlenen aussehen.

München - Sie hatten es offenbar auf teure Dirndl abgesehen: Ein älteres Pärchen soll am Freitag in Schwabing Tracht im Wert von tausenden Euro mitgehen lassen haben.

Das war kein Gelegenheits-Diebstahl. Das war ein gut vorbereiteter, dreister Beutezug: Drei Wochen vor dem Wiesn-Start hat ein älteres Paar in der Schwabinger Filiale des Münchner Trachtenausstatters Angermaier zwölf elegante Couture-Dirndl der Designerin Astrid Söll gestohlen. Jedes einzelne dieser aufwändig gearbeiteten Dirndl kostet zwischen 700 und 900 Euro.

Am Freitag gegen 17 Uhr betrat das Pärchen – beide Ende 50 und von stattlicher Figur – die Angermaier-Filiale in der Hohenzollernstraße. Die erfahrene Verkäuferin konnte sich gut an die beiden erinnern und eine detaillierte Beschreibung abgeben: Der Mann ist 1,65 Meter groß, hat braune Haare, einen dicken Bauch und damit Hosengröße 48. Er trug Jeans, ein graues T-Shirt und dunkle Sneaker. Auch die Frau ist von stämmiger Statur. Bei einer Größe von 1,60 Meter hat sie Kleidergröße 46, graue, schulterlange Haare zum Pferdeschwanz gebunden und blaue Augen. Sie trug ein langes, gestreiftes und kariertes, weißblaues Träger-Kleid, offene Sandalen oder FlipFlops und eine kleine, dunkle Handtasche. Sie interessierte sich sehr für die Dirndl. Nach einem Gespräch über Kniebundhosen verließen beide den Laden, kamen aber wieder. Der Mann probierte zwei Hosen an.

Im Trachtengeschäft ist jetzt Hochsaison. Die Verkäuferin hatte noch andere Kunden. Sie sah die Frau zuletzt im vorderen Teil des Ladens. Dann waren die beiden verschwunden – und mit ihnen die zwölf Dirndl, die alle auf einem Ständer gehangen hatten. Der Schaden wird auf über 7000 Euro geschätzt.

In allen Angermaier-Läden werden ab sofort zusätzliche Aufsichtskräfte überwachen, wer womit den Laden verlässt. Geschäftsführer Dr. Axel Munz und die Polizei gehen davon aus, dass die Dirndl vermutlich verkauft werden sollen. Hinweise nimmt die Münchner Polizei unter der Rufnummer 089/2910-0 entgegen.

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