Immer mehr Fälle werden bekannt

Nachtbus-Vergewaltiger: Wer kennt diesen Mann?

+
Er soll den Opfern an der Nachtbuslinie aufgelauert haben. Wer kennt diesen Mann?

München - Es werden immer mehr Fälle von Frauen in München bekannt, die von einem Mann brutal belästigt wurden. Er scheint seinen Opfern im Nachtbus und an U-Bahnhöfen aufzulauern. Die Polizei hat eine erste Spur.

Ein Fall ereignete sich laut Polizeiangaben an einem Sonntag im Mai: Eine 21-jährige Münchnerin war mit der Nachtbuslinie unterwegs und stieg gegen 3.35 Uhr an der Bushaltestelle Großhaderner Straße aus. Von dort aus machte sie sich zu Fuß auf den Weg nach Hause.

Kurz vor der Kreuzung Guardinistraße/Ecke Stiftsbogen wurde sie plötzlich von einem Mann von hinten auf den Boden gestoßen, der ihr bis dahin nicht aufgefallen war. Der Angreifer drehte die Frau auf den Rücken, doch sie ließ sich das nicht gefallen und trat ihm hart in den Schritt, so dass der Mann zu Fuß abhaute. Von der Überwachungsanlage des Nachtbusses konnte die Polizei Lichtbilder des unbekannten Täters sichern.

Angriffe in Groß- und Kleinhadern

Aufgrund der Berichterstattungen der Münchner Lokalpresse haben sich drei weitere Geschädigte bei der Polizei gemeldet: eine 20-jährige Studentin, eine 27- jährige Verkäuferin und eine 31-jährige Sozialarbeiterin. Alle drei wohnen in München und gaben eine ähnliche Täterbeschreibung ab - auch sie wurden Groß- bzw. Kleinhadern angegriffen.

Im ersten Fall, der nun nachträglich angezeigt wurde, ist die 20-jährige Studentin am Mittwoch, 14. Mai, gegen 4 Uhr auf dem Nachhauseweg vom Stachus mit dem Nachtlinienbus N40 bereits im Bus angebaggert worden. An der Haltestelle Klinikum Großhadern stieg die junge Frau aus und der unbekannte Mann folgte ihr. Er sprach sie immer wieder an, fragte sie, ob sie Angst hätte und dass Vergewaltigungen doch gar nicht so schlimm wären. Außerdem legte er seinen Arm um sie. Da die 20-Jährige Angst hatte, dass er sie festhalten könnte, fing sie auf den letzten Metern zu ihrer Wohnung an zu rennen. Der Unbekannte folgte ihr zunächst noch ein Stück und ließ dann aber von ihr ab.

Im Gebüsch und am U-Bahn-Treppenabgang aufgelauert

Im zweiten Fall bemerkte die 27-jährige Verkäuferin am Montag, 2. Juni, gegen 4.15 Uhr, in einem Gebüsch neben ihr knackende Geräusche. Die Frau wartete dort gerade auf ein Taxi, als ihr ein Mann auffiel, der in aggressiver Weise auf sie zukam. Genau in diesem Moment fuhr allerdings das Taxi heran und die 27-Jährige fuhr sofort weg. 

Im dritten Fall ging am Dienstag, 10. Juni, gegen 9.30 Uhr die 31-jährige Sozialarbeiterin mit einer weiteren Frau den Treppenabgang zur U-Bahn Haderner Stern hinunter. Auf der Treppe stand ein unbekannter Mann, der zunächst den Arm der vor ihr laufenden Frau festhielt. Diese konnte sich jedoch losreißen und lief weiter. Die 31-Jährige konnte dem Mann zunächst ausweichen, doch er lief ihr nach und versuchte, sie ebenfalls am Arm festzuhalten. Doch die 31-Jährige schlug um sich und konnte den Mann abwehren. Dann stieg sie in die U-Bahn und fuhr zur Arbeit. 

Bei diesen drei nachträglich gemeldeten Vorfällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um den gesuchten Täter handeln könnte.

Auch in der Vergangenheit gab es bereits mehrfach Meldungen über versuchte Vergewaltigungen - die Fälle lesen Sie hier:

Sextäter attackiert zwei Frauen in Milbertshofen

Zwei Sex-Attacken in einer Nacht

Sex-Täter greift Frau in Fürstenried an

Täterbeschreibung

Männlich, 35 Jahre alt, 180 cm groß, kurze, schwarze Haare, südländischer Typ, athletisch, er trug eine schwarze Lederjacke und eine dunkle Hose

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Telefon (089)2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm

auch interessant

Meistgelesen

Technische Störung: Wer zum Flughafen will, hat ein Problem
Technische Störung: Wer zum Flughafen will, hat ein Problem
Zwei Seniorenheime werden plattgemacht
Zwei Seniorenheime werden plattgemacht

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion