52. Münchner Sicherheitskonferenz

Siko 2016: "Keine Hinweise auf erhöhte Terrorgefahr"

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Bei der Sicherheitskonferenz 2016 in München werden 3700 Polizisten rund um den Bayerischen Hof im Einsatz sein.

München - Hochkarätige Gäste, Demonstrationen, Straßensperren und tausende Polizisten: Die 52. Münchner Sicherheitskonferenz wird ab heute wieder das Leben in de Innenstadt prägen. Heuer sind mehr Polizisten im Einsatz als im Vorjahr.

Es wird wieder eng rund um den Bayerischen Hof. Ab Freitag treffen sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz (SiKo) 15 Staatsoberhäupter, neun Regierungschefs sowie 63 Außen- und Verteidigungsminister. Unter den hochrangigen Gästen sind unter anderem Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), US-Außenminister John Kerry, der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew, der französische Premierminister Manuel Valls sowie der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon. „Wir können uns vor Interesse und Andrang der Teilnehmer kaum retten“, sagte Gastgeber Wolfgang Ischinger.

100 Polizisten mehr als im Vorjahr

Etwa 3700 Polizisten werden dieses Jahr rund um das Diplomatentreffen im Einsatz sein – etwa 100 mehr als im vergangenen Jahr. „Gerade im Hinblick auf die Erfahrungen der letzten Monate mit den Terroranschlägen in Paris und der Terrorwarnung in der Silvesternacht in München hat sich die Polizei besonders intensiv auf die diesjährige Sicherheitskonferenz vorbereitet,“ betonte Polizeivizepräsident Werner Feiler, der heuer zum ersten Mal den Einsatz leiten wird. Wie genau, wollte er allerdings nicht sagen.

Eine zusätzliche Herausforderung für die Polizei ist, dass bereits am heutigen Donnerstag eine hochrangig besetzte Syrien-Konferenz stattfindet, an der Außenminister und andere hochrangige Vertreter aus 17 Staaten teilnehmen, darunter die USA und Russland.

Keine Hinweise auf erhöhte Gefährdung

Erhöhte Terrorgefahr sieht Werner Feiler für die SiKo nicht. „Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise, dass die Konferenz einer erhöhten Gefährdung unterliege“, sagte er. Es gelte deshalb dieselbe Gefährdungsstufe wie bei dem Treffen im vergangenen Jahr.

Wie jedes Jahr wird es rund um die SiKo zahlreiche Protestkundgebungen geben. Zur größten Demonstration, zu der wieder das „Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz“ aufruft, werden am Samstag von 13 bis 17 Uhr etwa 4000 Teilnehmer erwartet. Diese Versammlung beinhaltet zusätzlich eine Menschenkette (13.45 bis 15 Uhr) mit etwa 600 Teilnehmern. Etwa 300 Autonome des sogenannten „Schwarzen Blocks“ werden erwartet. „Wir haben keine Erkenntnisse, dass die Versammlungsteilnehmer heuer andere sind als die vergangenen Jahre“, sagte Feiler.

Sperrungen rund um den Bayerischen Hof

Das Hotel Bayerischer Hof wird ab Donnerstag zur Festung: Wie jedes Jahr wird ein Absperrring um den Promenadeplatz gezogen.

Ebenfalls wie jedes Jahr ist das Viertel rund um den Bayerischen Hof streng abgeriegelt. Nur wer einen Ausweis des Veranstalters dabei hat, darf durchgehen oder durchfahren. Auch das Parken ist verboten. Wegen der Sperrung des Promenadeplatzes wird die Straßenbahn der Linie 19 zwischen Karlsplatz und Maxmonument über den Sendlinger-Tor-Platz umgeleitet. Fragen der Bürger beantwortet die Polizei unter der Nummer 089/29 10 19 10.

Lesen Sie hier:

Münchner Sicherheitskonferenz 2016: Alles, was Sie wissen müssen

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