Am Wittelsbacher Platz

Das ist die neue Konzernzentrale von Siemens

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Der Platz vor dem Haupteingang mit der Libeskind-Skulptur.

München - Nächste Woche eröffnet die neue Konzernzentrale von Siemens. Die tz hat schon mal einen Blick hinein geworfen.

Unter den Füßen glänzen stilvolle Steinplatten aus Altmühltaler Dolomit, über den Köpfen grüßt der weißblaue Himmel – durch ein imposantes Glasdach wirkt er zum Greifen nahe. „Man kann also auch im Inneren unserer neuen Konzernzentrale die Sonne sehen“, sagt Thomas Braun stolz. Der Projektleiter steht mitten im Atrium. So nennen die Siemensianer den lichtdurchfluteten Innenhof mit Empfangsbereich, der an die Lobby eines Luxushotels erinnert. Ein Glanzstück, das auch die Philosophie des neuen Innenstadt-Quartiers widerspiegeln soll: offen, transparent, modern, großstädtisch. 

Nach sechs Jahren Bauzeit feiert der Dax-Riese am Freitag kommender Woche Eröffnung. Die tz hatte schon am Dienstag die Gelegenheit, sich auf dem Areal umzuschauen – ein Blick ins gläserne Herz von Siemens. 

So sieht es in der Siemens-Zentrale aus:

Ein Spektakel aus Glas – auch für die Münchner: 90 Prozent des Erdgeschossbereichs sind frei zugänglich, die Innenhöfe mit Bänken, Wasserspiel, Restaurant und Café sollen zum Treffpunkt für Mitarbeiter und Besucher werden.

Die lichtdurchfluteten Büroetagen haben Loungebereiche und offene Kaffeeküchen mit Stehtischen, die den Rahmen für eine noch bessere Vernetzung der Mitarbeiter über Abteilungen hinweg schaffen sollen.

Offene Bürolandschaft mit modernster Ausstattung: Die Höhe der Schreibtische lässt sich elektrisch einstellen, die Beleuchtung per Touchscreen individuell regeln, Sensoren sichern eine hohe Luftqualität.

Verbindung von Tradition und Moderne: Das historische Palais Ludwig Ferdinand und dessen Nebengebäude am Wittelsbacher Platz wurden aufwändig saniert und in die neue Konzernzentrale integriert.

Den Platz vor dem Haupteingang am Oskar-von-Miller-Ring (die kleine Zufahrtsstraße wurde Werner-von-Siemens-Straße getauft) ziert eine Skulptur des Stadtplaners Daniel Libeskind. Sie passt zu einem Hauptanliegen von Siemens: Die Zentrale mit ihren frei zugänglichen Innenhöfen soll die Innenstadt und das nahe Kunstareal mit seinen hochkarätigen Museen, Ausstelungen und Galerien verbinden.

Traumlage, Traumblick auf die Frauentürme. Für seine neue Konzernzentrale im Herzen der Stadt hat Siemens laut Projektleiter Thomas Braun (Foto) „einen unteren dreistelligen Millionenbetrag“ ausgegeben.

Der Newsroom

Modernste Technik: In diesem Newsroom sitzt die Kommunikationsabteilung des Konzerns. Eine große Monitorwand soll die Mitarbeiter ständig mit neuesten Nachrichten und wichtigen Informationen versorgen.

Zahlen und Fakten zum neuen Hauptquartier von Siemens

250 Kilometer Stromkabel sind verlegt worden. Damit könnte man fünfmal den Starnberger See umrunden.

23.000 Natursteinplatten wurden im Erdgeschoss und an den Fassaden verbaut.

50 Tonnen Glas, 150 Tonnen Aluminium und 3500 Tonnen Stahl stecken in dem Gebäude – zu 100 Prozent Recycling-Materialien.

70 Kilometer Wasserrohre liegen in den Bodenplatten – zum Heizen und Kühlen. Durch sie fließen 100.000 Liter Wasser pro Stunde.

550.000 Liter Heizöl werden pro Jahr durch moderne Technik eingespart.

66 Kilometer Rohrleitungen durchziehen das Gebäude – das entspricht fast dreimal der Länge des Mittleren Rings.

1200 Mitarbeiter werden in der neuen Zentrale auf 45.000 Quadratmetern Geschossfläche arbeiten.

Andreas Beez

Andreas Beez

E-Mail:Andreas.Beez@tz.de

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