Mehr Fälle als angenommen

Silvesternacht in München: Polizei ermittelt wegen Sex-Attacken

München - In München hat es in der Silvesternacht mehr Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen gegeben als bisher angenommen. Das geht aus einem SZ-Bericht hervor. 

In München hat es in der Silvesternacht mehr Fälle als bisher bekannt gegeben, bei denen Frauen ähnlich wie bei den Vorfällen in Köln massiv von Männern bedrängt wurden, die aus Nordafrika stammen könnten. Das hat die Polizei laut einem SZ-Bericht jetzt bestätigt. 

Demnach wurden vier Fälle von zum Teil mit „Antanzen“ verbundener sexueller Gewalt auf dem Marienplatz und in der Neuhauser Straße angezeigt. Dazu kamen drei weitere Attacken, bei denen Frauen ebenfalls aus größeren Männergruppen heraus angegriffen, dann aber bestohlen wurden. 

Fünf der Vorfälle in München waren bereits bekannt, drei davon mit der Antanzmasche. Nun gibt es also einen vierten Antanz-Fall, der sich am Marienplatz ereignet hat. Drei junge Frauen wurden demnach von sieben bis neun arabisch aussehenden Männern angesprochen und bedrängt. Die Männer versuchten offenbar, eine der Frauen zu packen und in die Gruppe zu zerren, die Freundinnen konnten das aber verhindern. Erst acht Tage später erstatteten die Frauen Anzeige bei der Polizei in Trostberg.

Das Bundeskriminalamt hat für eine Bilanz bundesweit 881 Fälle von Silvester-Gewalt registriert. Mehr als 2000 Männer sollen daran beteiligt, mehr als 1200 Frauen die Opfer gewesen sein.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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