Er schnitt ein Loch in die Wand

Spanner am Flaucher knipste ins Toilettenhäuserl

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Hier am Flaucher stand das Toilettenhäuschen.

München - Offenbar schon länger hat am Flaucher ein Spanner sein Unwesen getrieben. Er fotografierte Frauen durch einen Schlitz im Toilettenhäuschen.

Ein scheinbar harmloses, mobiles Toilettenhäuschen in den Isarauen am Flaucher ist seit einigen Tagen Gegenstand einer polizeilichen Ermittlung des Kommissariates 15 für Sexualdelikte (Telefon: 089/2910-0). Denn das blaue Häuserl hatte an entscheidender Stelle ein Loch. Genauer gesagt einen Schlitz, durch den ein Spanner offensichtlich heimlich Fotos machte.

Eine Frau bemerkte bereits am 11. Juni, dass sie in der für alle Flaucher-Gäste zugänglichen Toilette 80 Meter südlich von der Thalkirchner Brücke auf der Tierpark-Seite nicht unbeobachtet war. Genau auf Sitzhöhe sah sie in der blauen Plastikrückwand den an drei Seiten ausgeschnittenen Schlitz, der sich je nach Bedarf auf- und zuklappen ließ. Scheinbar hatte der Spanner an jenem Samstag Bedarf. Denn der Schlitz stand offen und direkt dahinter hockte im Gebüsch ein Mann mit einer Kamera! Der machte sich schnellstens aus dem Staub, als ihn die Frau empört anschrie.

Leider verständigte sie nicht sofort über den Notruf 110 die Polizei, sondern zunächst die Grünanlagen-Aufsicht. So konnte der Mann entkommen. Das Häuschen mit dem fatalen Schlitz wurde mittlerweile abgeholt und an diesem vom Gebüsch umgebenen Platz auch nicht mehr ersetzt. Für die Besucher des Flauchers gibt es flussabwärts noch zwei weitere, völlig frei stehende Häuserl.

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