Dank milden Wetters

Winterdienst: Stadt spart 5,2 Millionen Euro

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München - Ein richtiger Winter war das 2015/2016 ja nicht. Was Schnee-Fans ärgert, ist gut fürs Stadtsäckel: Der Winterdienst hat die Stadt in der zurückliegenden Saison deutlich weniger gekostet als im Vorjahr.

Laut Baureferat schlugen Einsätze und Streumaterial im Winter 2015/2016 mit 11,71 Millionen Euro zu Buche – fast 5,2 Millionen (!) weniger als im Winter 2014/2015.

Die für die Steuerzahler frohe Botschaft bedeutet allerdings nicht, dass der Winterdienst weniger zu tun hatte. Zwar gab es nur 17 Schneefall-Tage mit insgesamt 56 Zentimeter Niederschlag. Der Winter 14/15 hatte den Räumdienst mit 87 Zentimetern Neuschnee an 22 Tagen stärker gefordert. Doch es gab 85 Frosttage, 25 mehr als im Vorjahr, und der häufige Frost und Tauwechsel hatte Glatteis zur Folge. Die Streufahrzeuge mussten häufiger ausrücken.

Nennenswert ist in diesem Zusammenhang der 24. Januar, an dem ein starker Eisregen den vollen Einsatz des Winterdienstes „auf allen Verkehrsflächen“ erforderte, wie das Baureferat in seiner Bilanz vermerkt. Insgesamt 19.971 Tonnen Splitt verteilte der Winterdienst auf den Straßen – etwa vier Tonnen mehr als im Vorjahr. Der Salzverbrauch blieb mit 9000 Tonnen um vier Tonnen unter dem Vorjahreswert.

Mit 690 Mitarbeitern, unterstützt durch 390 Kräfte privater Unternehmen, betreut der städtische Winterdienst das 2300 Kilometer lange Straßennetz der Landeshauptstadt. 800 Kilometer werden mit Salz gestreut, 560 Kilometer mit Splitt. Dazu kommen 930 Kilometer Rad- und 1550 Kilometer Gehwege, die bei Bedarf geräumt werden – und 9650 Fußgängerüberwege, denen die Einsatzkräfte besonderes Augenmerk widmen.

mm

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