Ursula Sabathil 

Stadträtin tritt aus und macht Fraktion Vorwürfe

München - Das nächste Wechselspiel: Stadträtin Ursula Sabathil verlässt die Fraktion Bürgerliche Mitte.

Die Fraktion Bürgerliche Mitte, bestehend aus Bayernpartei und Freien Wählern, ist um ein Mandat ärmer: Ursula Sabathil teilte am Montag mit, die Fraktion zu verlassen. Sie wird im Stadtrat bleiben – ohne Fraktion, als letzte der Freien Wähler (FW).

Zwar schreibt die 65-Jährige, sie scheide nicht im Groll. Dennoch wirft sie der Fraktion vor, sie „bei politischen Veranstaltungen terminlich und inhaltlich nicht mehr einbezogen“ zu haben. Das sei nicht kollegial. Von Sitzungen der Fraktion habe Sabathil als Stellvertreterin kaum noch erfahren. Fraktions-Chef Johann Altmann: „Das ist nicht richtig, sie hat alle Termine bekommen, Anträge und Anfragen waren mit ihr abgestimmt.“ Den Schritt versteht er daher nicht.

Das Wechselspiel ist nahezu für die gesamte Fraktion freilich kein unbekanntes. Sabathil war einst von der CSU zu den FW gewechselt, Altmann von der CSU zu den FW, dann zur Bayernpartei. Josef Assal war bei der SPD ausgetreten, dann fraktionslos und schloss sich der Bayernpartei an. Und Mario Schmidbauer und Eva Caim waren erst im März von der CSU gekommen. Ob sich die Fraktion nun schlicht Bayernpartei nennt, wird geprüft. Es wäre dann das nächste Wechselspiel.

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