Volle Straßen in der Früh

Was Sie alles über den Winterstau-Montag wissen müssen

München - Am Montagmorgen brauchten Autofahrer in und um München gute Nerven. Denn dort staute sich der Verkehr - wohl wegen des lang ersehnten Schnees.

Da stau her: Die Münchner hatten am Montagmorgen viel Zeit, die weiße Winterlandschaft zu bewundern. Denn im Navigationssystem dominierte nicht Weiß, sondern Rot – die Farbe für Stau. „Es war sehr viel los“, sagte ein TomTom-Sprecher. „Viele Arbeitnehmer waren wohl mit Verspätung am Schreibtisch.“ Die tz zeigt, was der Winter mit Münchens Straßen angestellt hat:

Gab es ein Verkehrschaos? 

Die Karte zeigt das Verkehrsaufkommen am Montagmorgen um 8.15 Uhr. Rot steht für stehenden Verkehr. Orange heißt stockender Verkehr, gelb verlangsamter Verkehr. Zum Vergrößern hier klicken.

Nein. Trotz Schnee brach der Verkehr nirgends zusammen. Ein TomTom-Sprecher: „Die Münchner sind an Schnee gewöhnt, mittlerweile haben wohl alle Winterreifen. In Hamburg würde das anders aussehen.“ Schnee allein reiche nicht aus, um den Münchner Verkehr in die Knie zu zwingen. „Da braucht es schon einen Streik der GDL und ganz viel Regen“, sagt der TomTom Sprecher. Das passierte zuletzt am 6. Mai 2015.

Ein ganz normaler Montagmorgen also?

Nein, der Schnee hat den Verkehr trotz allem extrem verlangsamt. „Es gab viel mehr Meldungen, zum Teil doppelt so viele wie sonst“, erklärt ein Sprecher.

Wann war es am schlimmsten? 

Die Daten zeigen: Der Stau-Höhepunkt war um 8.15 Uhr erreicht. Hier lagen 198 Meldungen vor.

Wie viele Kilometer? 

Bereits um 8 Uhr hatte die Gesamt-Staulänge etwa 56,5 Kilometer erreicht. Ein TomTom-Sprecher: „Das hat natürlich auch den Berufsverkehr deutlich in die Länge gezogen.“

Gab es noch andere Gründe als das Wetter? 

„Das ist schwer zu sagen“, erklärt ein Sprecher. „In der Regel kann man die Zahlen von Montagmorgen aber mit Freitagnachmittag vergleichen.“ Und da ging es deutlich entspannter zu auf Münchens Straßen – ohne Schnee.

Wo war der Stau am schlimmsten? 

Ein Stau-Klassiker ist zum Beispiel der Isarring. Die Karte oben und die Tabellen unten zeigen, wo es noch dicke Luft gab.

Die schlimmsten Stellen um 8.15 Uhr

Straße Staulänge Zeitverlust
Pippinger Str. – Von-Kahr-Str, 3,4 km 37 Minuten
Dachau-Mitte (B 304) 6,2 km 34 Minuten
Wasserburger Landstr. – Heinrich-Wieland-Straße 1,2 km 22 Minuten
Dachau-Mitte (B 471) 4,2 km 22 Minuten
Wasserburger Landstr. – Karl-Marx-Ring 1,1 km 14 Minuten

Die schlimmsten Stellen um 8.30 Uhr

Straße Staulänge Zeitverlust
Pippinger Str. – Von-Kahr-Str. 3,6 km 31 Minuten
Dachau-Mitte (B 304) 5,7 km 28 Minuten
Dachau-Mitte (B 471) 5,1 km 27 Minuten
Flughafentangente Ost 13,4 km 26 Minuten
Isartorplatz (Altstadtring) 1,2 km 15 Minuten

Die schlimmsten Stellen um 8.45 Uhr

Straße Staulänge Zeitverlust
Dachau-Süd – Oberschleißheim (B 471) 5,6 km 26 Minuten
Denninger Str. 1,7 km 23 Minuten
Föhringer Ring – Englschalkinger Str. 1,5 km 19 Minuten
Isartorplatz (Altstadtring) 1,3 km 17 Minuten
Wasserburger Landstr. – Karl-Marx-Ring 2,5 km 16 Minuten

Tobias Scharnagl

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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