Stefan Engelsberger

Er fordert einen Anti-Kulturstrand

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Stefan Engelsberger will ein ruhigeres Sommer-Event an der Isar.

München - Noch mehr Ärger um den Kulturstrand: Gegen die Vergabe des Sommerspektakels an die Veranstalterin Zehra Spindler haben nicht nur die Urbanauten Klage erhoben: Auch Stefan Engelsberger aus dem Lehel hatte sich beworben – und wurde abgelehnt.

Auch er stellte wie die Urbanauten einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die Vergabe.

Dabei plante der Privatier, ehemalige Diplom-Verwaltungswirt und Regierungsinspektor, gar kein Party-Event, wie ihn die Urbanauten durchführen oder Spindler plant.

Er wäre für einen Kiosk an der Ludwigsbrücke. Ansonsten will Engelsberger keine Aufbauten, als Toilette stünde das reaktivierte WC unter der Ludwigsbrücke zur Verfügung. Statt des Urbanauten-Stehausschanks soll es eine große Bühne geben für Theater oder Chor für Freitag- und Samstagabende. Am Donnerstagabend gibt es Chillout-Musik. Es soll Diskussionsrunden mit Fakten über Vereine und Initiativen geben, kleine Bands sollen auftreten, auch „echte Volksmusik“. Hängematten wären erlaubt, den Kindern könnte man Wildnispädagogik an der Isar beibringen.

Die Wirte der Umgebung könnten Snacks anbieten – afghanisch, Thai oder Wurstsemmeln. Obwohl Engelsberger mit einem Souvenirladen inklusive Getränkeverkauf in Inzell aufwarten konnte, wurde seine Bewerbung „mangels Erfahrung“ abgelehnt.

Als Alternative wollte er einen neun Quadratmeter großen Infostand parallel zum Kulturstrand aufstellen, mit „geringer Abgabe von Getränken zum Selbstkostenpreis“, um für „eine freie Isar und das Landschaftsschutzgebiet Isarauen“ zu werben. Doch auch das genehmigte das KVR nicht. Darum klagte auch Engelsberger vor dem Verwaltungsgericht.

„Ich bin kein Einzelkämpfer, Wutbürger oder Querulant“, so der 50-Jährige. Die Beschlüsse der Bürgerversammlungen von Altstadt-Lehel gegen den Kulturstrand in seiner bisherigen Form hätten ihn dazu motiviert, ein schonenderes Konzept zu planen. Engelsberger will den „Ausbau der Isar zur Party- und Spaßzone und die Vernichtung des herkömmlichen Charakters – eines naturnahen, schonenden und individualisierten Erholungsraums“ verhindern. 

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