Stiftung Warentest

Münchner Wasser besser als viele teure Mineralwasser

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Wasser aus dem Hahn kann man in München mit bestem Gewissen trinken.

München - "Stiftung Warentest" macht es offiziell: Das Münchner Leitungswasser ist so gut wie sein Ruf. Im Vergleich mit vielen teuren Mineralwassern aus der Flasche hat es die Nase vorn.

Wasser trinkt jeder, und deswegen geht ein neues Testergebnis der "Stiftung Warentest" alle an: Untersucht wurden 28 Leitungwasserproben aus ganz Deutschland sowie 30 Proben aus Mineralwassern, die in Flaschen im Handel erhältlich sind. Das Ergebnis: Wasser aus dem Hahn kann mit Mineralwasser aus dem Handel locker mithalten. Das ganze Testergebnis lesen Sie hier.

Für Münchner interessant ist, was bei der Leitungswasser-Probe aus München herauskam. Auch hier entnahm die "Stiftung Warentest" eine Wasserprobe und untersuchte es im Labor ganz genau. Das Ergebnis: Das Münchner Leitungswasser ist so gut wie sein Ruf. Mit einem Mineralstoffgehalt von 473 Milligramm pro Liter kann es locker mit vielen teuren Mineralwassern mithalten. Dieser Wert entspricht einem mittleren Mineralstoffgehalt, 13 der 30 getesteten Mineralwasser aus dem Handel lagen darunter und waren nur wenig mineralisiert.

Verunreinigungen weit unter dem Grenzwert

Die Warentester untersuchten das Leitungswasser auch auf 89 mögliche Verunreinigungen, bei allen 28 Wasserproben in Deutschland lagen die Ergebnisse unter den gesetzlichen Grenzwerten. In München konnten die Tester zwei kritische Stoffe nachweisen: Spuren von Korrosionsschutzmitteln und Süßstoffe. Korrossionsschutzmittel kommen in Frostschutzmitteln und Bremsflüssigkeiten vor und sind sehr langlebig. Die Spuren, die im Münchner Wasser gefunden wurden, lagen weit unter den Orientierungswert. Süßstoffe wurden immer dort gefunden, wo viele Menschen auf engem Raum leben. Sie können aus zuckerfreien Getränken stammen und sind harmlos, schreibt "Stiftung Warentest". 

Der Nitratgehalt im Münchner Wasser lag bei 7,0 - weit unter dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. In München enthielt das Wasser außerdem Spuren von Uran, das in Gestein vorkommt und in hohen Dosen die Nieren schädigen kann. Mit 0,7 Mikrogramm pro Liter lag der Wert aber weit unter dem Grenzwert von 10 Mikrogramm.

Stephanie Munk

Stephanie Munk

E-Mail:info@merkur.de

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