tz zeigt die große Übersicht

Preis-Atlas: Studie zeigt Kosten für Mieten und Kaufen im Umland

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Teures Pflaster: Nirgendwo rund um München kostet Wohnen und Einkaufen so viel wie in Starnberg.

München - Wohnen und Einkaufen in München und im Umland ist teuer. Das unterstreicht eine neue Studie. Wir zeigen, welche Preise von Freising bis Bad Tölz aufgerufen werden.

Die Mieten in München sinken, die Kaufpreise für Immobilien rauschen in den Keller: Das wär' mal eine Neuigkeit! Aber Prof. Stephan Kippes vom Maklerverband IVD kann nichts dergleichen verkünden. Sein halbjährlicher Marktbericht gleicht in seiner (End-)Gültigkeit so langsam den Zehn Geboten: München wird teurer - und auch im Umland ziehen die Preise immer weiter an. Eine Immobilienblase? Nicht in Sicht, sagt Kippes. Zu konstant die Nachfrage und der Zuzug. Eine klitzekleine Verschnaufpause? Möglich, aber auch nicht in Sicht. Kippes: "München können sich viele Menschen nicht mehr leisten, also ziehen sie ins Umland." So steigt die Nachfrage auch in Dachau und in Fürstenfeldbruck - und damit auch die Preise. Warum die Lage sich nicht ändert? Die tz hat das Wichtigste zusammengetragen.

So viel kostet Wohnen und Einkaufen in und um München.

Der Trend: "Die Knappheit in der Landeshauptstadt treibt die Miet- und Kaufpreise in den Umlandgemeinden weiter in die Höhe", sagt Kippes. Die Frage sei, wie viel Druck das Umland von München nehmen könne.
Die Ursache: "Angesichts des seit Jahren anhaltenden Zuzugs ins Umland reagieren zumindest einige Gemeinden mit dynamischer Wohnbauaktivität", sagt Kippes. "Trotz gestiegener Baufertigstellungen kann allerdings keine Trendwende auf dem Wohnimmobilienmarkt im Münchner Umland verzeichnet werden." Seine Forderung: "Es muss mehr gebaut werden - und einige Umlandgemeinden müssen ihre Infrastruktur verbessern." Überfällig seien die zweite Stammstrecke, die Verlängerung der S7 nach Geretsried sowie der Ausbau der S4 im Landkreis Fürstenfeldbruck, so Kippes.

Je größer die Distanz zu München, desto günstiger die Preise

Die Preise auf der Karte zeigen die Kaltmiete pro Quadratmeter für Bestandswohnungen.

Das Muster: Um die Preislandschaft im Umland abzubilden, hilft es, sich ein Gebirge vorzustellen. In der Mitte der allerhöchste Gipfel: München. Die Achsen der S-Bahn sind Bergketten, die von München wegführen. Entlang dieser Grade fallen die Preise nur ganz langsam ab. Je weiter draußen, desto günstiger. Oder wie Kippes sagt: "Weniger unbezahlbar." Gemeinden mit eigener S-Bahn-Haltestelle seien dabei teurer, erklärt Kippes. In den "Tälern", also den Ortschaften, die eben nicht an einer S-Bahnstrecke liegen, sind auch die Preise moderater. Interessant: Gemeinden wie Emmering, die eine Anbindung in der Nähe haben, aber nicht auf den Fahrplänen auftauchen, seien ebenfalls günstiger.

Die teuerste Stadt: Starnberg bleibt spitze, hier kostet ein Haus durchschnittlich mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Euro - und somit 200.000 mehr als in München.

Relativ günstig: In Ebersberg blättert man für ein Einfamilienhaus 595.000 Euro hin.

Auf unserem Online-Portal haben wir bereits dank Ihrer Mithilfe über eine Umfrage Münchens wahren Mietspiegel erarbeitet.

tos

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