"Tag des Notrufs"

So twitterte die Münchner Feuerwehr über ihre Einsätze

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Die Notrufzentrale der Feuerwehr.

München - Am Donnerstag twitterte die Berufsfeuerwehr unter #112muc am „Tag des Notrufs“ von 7 Uhr bis Mitternacht über ihre Einsätze. Vom Waschmaschinenbrand bis zur Krähenrettung – das war alles bei der Feuerwehr los:

Am Donnerstag mussten die Münchner nicht auf die Sirenen hören, um von Rettungseinsätzen der Feuerwehr zu erfahren. Unter #112muc twitterte die Berufsfeuerwehr am „Tag des Notrufs“ von 7 Uhr bis Mitternacht über ihre Einsätze: 60 Feuerwehr- und 845 Rettungseinsätze waren es, die von 16 Mitarbeitern in der integrierten Leitstelle in der Heimeranstraße an die Wachen weitergegeben wurden. Vom Waschmaschinenbrand bis zur Krähenrettung – das war alles bei der Feuerwehr los: 

Brandgeruch im Badezimmer

Beim Bügeln kann es schon mal ­angekokelt riechen. Aber der Geruch, den Emma Malici (40) am

Emma Malici mit Tochter Merlika am Ort des Geschehens.

Donnerstag um 9.23 Uhr in der Nase hatte, war nicht der von frisch angesengter Wäsche: Der ­Motor der Waschmaschine brannte! Als vorbildlich lobt Einsatzleiter Michael Bucher (47) die Reaktion der Familie. Während Tochter Merlika (18) einen Notruf absetzt, zieht die Mutter den Stecker. Sie schließen die Badezimmertür, lassen die ­Wohnungstür offen und warten draußen in der Ginhardstraße auf die Feuerwehr. Die löscht mit einem Kleingerät in der Größe eines Feuerlöschers, das mit ­Wasser gefüllt ist. Danach bringen die Feuerwehrler die Maschine raus, schrauben sie ­auseinander und löschen den Motor noch mal. „Das ging ganz schnell. Nur den Flurteppich mussten wir danach saugen“, sagt Merlika Malici.

Qualmender Müll

Auch beim brennenden Papierkorb reagieren die Feuerwehrler sofort: „Man weiß nie, was einen erwartet. Hinter dem Papierkorb kann eine trockene Hecke sein, dann greift das Feuer über“, sagt Einsatzleiter Markus Winter. An der Bushaltestelle Wasserburger Landstraße war’s zum Glück harmlos. Mit einem Schaumlöscher wurde der Brand bekämpft. Um Glutnester restlos zu löschen, wurde der Müll beim Löschen kräftig umgerührt. Der Autohändler Isaia Bunesco (19) hatte den Brand entdeckt und einen Notruf abgesetzt, als er an der roten Ampel stand. An der Bushaltestelle war gerade niemand, der den qualmenden Mülleimer hätte entdecken können.

Sturmsichere Schilder

Jürgen Hennig am frisch renovierten Maibaum

Drei Monate war der Thalkirchner Maibaum nackert. Mitte November holten Feuerwehrler die Schilder runter, weil sie vom Sturm immer wieder beschädigt worden waren. Die Maibaumvereinsmitglieder um Jürgen Hennig (71) bastelten, berieten, probierten und haben nun eine sturmsichere Aufhängelösung gefunden. Deshalb hängten drei Feuerwehrler die Schilder mit einer Drehleiter wieder auf. „Weil’s Brauchtumspflege ist, müssen wir als Verein nicht dafür zahlen“, sagt Hennig.

Verhedderte Krähe

Siebzig Kinder schauten mit großen Augen zu, als der Feuerwehrler in Lochhausen ganz vorsichtig eine Krähe aus dem Ast lösten. „Wir haben den Notruf gewählt, weil die Krähe einen solchen Todeskampf hatte und Elstern sie angegriffen haben“, sagt Erzieherin Nicolette Stiefel (47). Zu zweit kamen die Retter mit der Drehleiter – und die Kinder vom Kinderhaus in der Ziegeleistraße beobachteten jeden Handgriff. „Einsätze wegen Krähen sind eher selten, denn das sind sehr kluge Vögel“, sagt Einsatzleiter Rudolf Moser. Ein Bein des Vögelchens war nahezu abgetrennt. Die Feuerwehrler brachten die Krähe in die Vogelklinik in Oberschleißheim. Dort entschieden die Ärzte, das Tier einzuschläfern.

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