Plüschige Patienten

Teddy-Klinik: Operieren gegen die Angst vorm Arzt

+
Kuscheltier beim Doktor: Spielerisch wird den Kindern die Angst vorm Arzt genommen.

München - Kleine Kinder haben oft Angst vorm Arzt, alles sieht so anders aus und die vielen Geräte erst. Dabei ist es so einfach ihnen die Angst zu nehmen: Wie hier im Teddybärkrankenhaus.

Die kleine Lotti (4) ist mit ihrer Puppe „Baby Annabell“ ins Teddybärkrankenhaus gekommen. „Sie ist am Morgen aus dem Bett gefallen und hat sich am Kopf verletzt“, sagt Lotti besorgt. Medizinstudentin Maria Hüneburg kümmert sich liebevoll um die Patientin aus Plastik und umd die besorgte Lotti. In einem ausführlichen Anamnese­gespräch geht die 26-Jährige den Leiden von „Baby Annabell“ auf den Grund. Und Lotti hilft tatkräftig mit.

Mit einem Maßband misst sie den Kopfumfang ihrer Puppe, mit einer Lampe werden die Pupillen überprüft. „Weißt du denn schon, wo man die Temperatur messen kann?“, fragt Hüneburg die Vierjährige. „Unter dem Arm“, sagt die kleine Lotti stolz. Danach geht es noch zur Apotheke. Die Medizin für die Patientin lautet: Tropfen gegen die Kopfschmerzen und dreimal täglich fest knuddeln.

Das Teddybärkrankenhaus ist ein bundesweites Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. und wird bereits in vielen deutschen Universitätsstädten veranstaltet. Bereits das dritte Jahr in Folge öffnet das Teddybärkrankenhauses die Tore im Pfarrsaal der Gemeinde St. Bonifaz in München. Am Dienstag und Mittwoch jeweils von 9 bis 16 Uhr werden dort Kindergartenkinder gemeinsam mit Medizinstudenten ihre Kuscheltiere verarzten. Das soll den Kindern die Angst vor Ärzten, Krankenhäusern und Arztbesuchen nehmen. Dafür legen sich die Medizinstudenten der LMU und TU München mächtig ins Zeug. Denn sie organisieren die Aktion.

Lisa-Marie Birnbeck

auch interessant

Meistgelesen

Geheimplan gegen Bettler: Kameras in der Innenstadt
Geheimplan gegen Bettler: Kameras in der Innenstadt
Darum lässt Sport Schuster zwei Gebäude niederreißen
Darum lässt Sport Schuster zwei Gebäude niederreißen
Diskriminierung? Senioren drohen MVV mit Klage
Diskriminierung? Senioren drohen MVV mit Klage
München - zum 13. Mal in Folge "Beste Stadt Deutschlands"
München - zum 13. Mal in Folge "Beste Stadt Deutschlands"

Kommentare