Zusammenspiel zwischen vielen Einheiten

Terror in München: Das passiert im Ernstfall

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Beamte der Polizei sichern am Silvesterabend den Münchner Hauptbahnhof.

München - Terror in München. In der Silvesternacht wurde aus der abstrakten Gefahr plötzlich bitterer Ernst. Auch wenn sich die Lage hier beruhigt zu haben scheint: Wir erklären, welche Einheiten im Ernstfall auf den Plan treten.

Abhängig von den Ausmaßen der Drohungen und Anschläge, gibt es verschiedene Stufen:

1. Stufe: Die Polizei München mit ihren knapp 4000 Beamten bekämpft die Gefahr selbst. Drei Einsatzhundertschaften, die ansonsten vor allem bei Großereignissen wie Fußballspielen oder Demonstrationen zum Einsatz kommen, unterstützen die Kollegen. Für die Sicherheit an Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfen ist die Bundespolizei zuständig.

2. Stufe: Wenn die Kapazitäten nicht ausreichen, fordert die Polizei weiter Einsatzhundertschaften aus ganz Bayern an.

3. Stufe: Dauert der Einsatz mehrere Tage, wie beispielweise in Paris, fordert das Bayerische Innenministerium Hilfe beim Bundesinnenminister an. Dieser entsendet die Spezialeinheit GSG9 der Bundespolizei, die auf Antiterrorkampf, Geiselbefreiung und Bombenentschärfung spezialisiert ist, und die neu gegründete Spezialeinheit BFE+ (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus).

Die Einheiten im Überblick:

Polizei München: circa 4000 Streifenbeamte + drei Einsatzhundertschaften

Bundespolizeidirektion München, tätig in Bayern: 3900 Beamte + Unterstützung durch Fliegerstaffel Oberschleißheim, Bundesbereitschaftspolizei Bayreuth und Deggendorf, sowie Bundespolizei deutschlandweit.

GSG9: 200-300 Beamte

BFE+: 250 Beamte

Alles zum Thema Terror-Warnung in München lesen Sie hier.

ses

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