Hier können Sie sich informieren

Terror-Warnung: Was die Münchner jetzt wissen müssen

+
Die Polizeibeamten beantworten Fragen der Bürger jederzeit.

München - Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zur aktuellen Sicherheitslage. Wie verhält man sich richtig, was ist in den kommenden Tagen wichtig?

Update vom 22. Juli 2016: Offenbar hat es in München über ein halbes Jahr nach der Terror-Warnung einen Terroranschlag gegeben. Nach Schüssen am Olympia-Einkaufszentrum gibt es Berichte über Tote. Alle Informationen im Live-Ticker zum Terror-Anschlag in München.

Seit der Silvesternacht ist sie in der Stadt: die Angst vor einem Anschlag. Auch wenn die Nacht Gott sei Dank friedlich verlaufen ist, fühlt sich jetzt alles anders an. Wie geht man richtig um mit einer solchen Situation?

Wie groß ist die Terrorgefahr in München?

An Silvester sahen die Sicherheitsbehörden eine konkrete Gefährdungslage. Mittlerweile sei die Gefahrensituation für München wieder auf dem Niveau wie vor der Warnung, sagt Polizeipräsident Hubertus Andrä. Eine so genannte „abstrakte Gefährdungslage“ herrscht seit den Anschlägen von Paris am 13. November ohnehin in ganz Deutschland.

Wie reagiert die ­Polizei?

Auch am Neujahrsmorgen hat die Polizei in München verstärkt Präsenz gezeigt. Rund 100 zusätzliche Polizisten laufen derzeit vor allem in der Innenstadt, am Hauptbahnhof und um den Bahnhof Pasing Streife. „Die erhöhte Präsenz soll den Bürgern Sicherheit vermitteln. Zusätzlich sind noch Polizisten in Zivil unterwegs“, sagt Andrä.

Wie erfahre ich, wenn neue Gefahr droht?

Wer den Warndienst Katwarn auf seinem Smartphone installiert hat, wird von den Behörden informiert, wenn in vorher über Postleitzahlen festgelegten Gebieten oder in der näheren Umgebung Gefahr droht. Unter www.tz.de/whatsapp können Sie sich bei unserem Whats-App-Service anmelden. Die tz-Eilmeldungen informieren über Gefahr und enthalten Links zu weiteren Informationen.

Wo kann ich mich im Falle eines Anschlags informieren?

Die Polizei informiert offiziell unter twitter.com/PolizeiMuenchen. Unter der Telefonnummer 291 019 10 erreichen Sie das Bürgertelefon der Polizei. Auf tz.de gibt’s immer aktuelle Informationen.

Wie sicher sind Konzerte, Fußgängerzone und S-Bahn?

„Leben Sie weiter wie immer und lassen Sie sich die Lebensfreude nicht nehmen“, appelliert Andrä an die Münchner. Die Menschen sollen weiterhin Konzerte besuchen und feiern, am Samstag durch die Fußgängerzone schlendern und ihr Leben leben.

Wie geht die Polizei mit Trittbrettfahrern um?

Schon in der Neujahrsnacht haben zwei Trittbrettfahrer kurz nach der Terrorwarnung Bombenanschläge in München angekündigt. Polizeipräsident Andrä hat eine klare Botschaft an sie: „Zieht euch warm an! Das lassen wir uns nicht gefallen.“ Wer Menschen verängstigen und Unsicherheit säen wolle, der werde mit allem verfolgt, was das Gesetz hergibt.

Terror-Warnung: So informierte die Polizei in der Neujahrsnacht

Um 22.40 Uhr stellt die Münchner Polizei die erste Terrorwarnung in die sozialen Netzwerke. Allein über Twitter wird sie über 4000 Mal geteilt: „Aktuelle Hinweise, dass in #München ein Terroranschlag geplant ist. Bitte meidet Menschenansammlungen und die Bahnhöfe Hauptbahnhof + Pasing“. Es folgte: „Wir halten Euch über die aktuelle Lage auf dem Laufenden!“ Genau das tat die Münchner Polizei – in allen Sprachen, die in der Pressestelle, die den Twitteraccount betreut, vertreten sind: Englisch, Französisch, Italienisch und Polnisch waren darunter.

Während die Polizei in einem solchen Fall früher die Nachrichtenredaktionen per Fax informiert hat und diese die Bevölkerung, kommunizieren die Beamten jetzt direkt mit den Menschen über Facebook und Twitter – ganz locker per Du. „Wir wollen in erster Linie die Bürger informieren, erhoffen uns aber auch Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Behr. Dafür gab’s viel Lob in den sozialen Netzwerken und jetzt auch in der gedruckten Zeitung.

Alle aktuellen Informationen und Neuigkeiten zu der Terror-Warnung in München bekommen Sie in unserem Live-Ticker. 

Lesen Sie auch:

Terroralarm in München: Die Fakten

Jasmin Menrad/min

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare