Neues Viertel 2500 Menschen

Wohnungen, Geschäfte und mehr: Baubeginn auf dem Eon-Areal

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Die Concept-Real zwei baut unter anderem 600 Mietwohnungen, von denen ein Viertel öffentlich gefördert wird.

München - Baubeginn für eines der größten Bauvorhaben im Bezirk: Beim Projekt „Am Südpark“ in Obersendling entstehen Büros, Praxen, Geschäfte und Wohnraum für 2500 Menschen.

Mit dem symbolischen Spatenstich ist der Startschuss für die Realisierung des Quartiers „Am Südpark“ auf dem ehemaligen Eon-Gelände gefallen. Auf dem acht Hektar großen Areal zwischen Boschetsrieder Straße, Drygalski-Allee und Kistlerhofstraße entstehen rund 1300 Wohnungen, ein Ärztezentrum, Büros, Einzelhandel und soziale Einrichtungen. Mitte 2017 werden die ersten Menschen einziehen.

Die Gewofag will unter anderem geförderte Wohnungen und eine integrative Pflege-Wohngemeinschaft bauen.

Seit Jahrzehnten herrschte gähnende Leere auf der Brache. Nun dominieren Bagger und Kräne das Bild. Auf dem Areal ziehen der Projektentwickler Accumulata und das Wohnungsbauunternehmen Concept-Real zwei die neuen Gebäude hoch. Daneben realisiert die Gewofag einen Teil des Quartiers auf dem angrenzenden städtischen Grundstück. „Eine gelungene Symbiose“, sagte Hans Schlamp, Vorsitzender des Accumulata-Aufsichtsrates, beim Spatenstich. Es entsteht Wohnraum für bis zu 2500 Menschen. „Ein wesentlicher Meilenstein, der uns hilft, die Zielzahlen zu erreichen“, lobte Oberbürgermeister Dieter Reiter. Positiv sei auch, dass im Quartier die in München bewährte soziale Mischung beibehalten werde. „Sie trägt zum guten Klima in der Stadt bei“, sagte Reiter.

Die Gewofag schafft in ihrem Gebäudeanteil rund 240 Wohneinheiten in verschiedenen Fördermodellen. Außerdem errichtet sie eine Kindertagesstätte, einen Bewohnertreff und eine integrative Pflege-Wohngemeinschaft für geistig und mehrfach behinderte Menschen sowie Studierende. Zudem baut die Gewofag erstmals zwei Bürgerheime mit insgesamt rund 150 Apartments. „Diese sind für alleinstehende Menschen mit niedrigem Einkommen gedacht“, erklärte Gewofag-Geschäftsführer Klaus-Michael Dengler. Zum Beispiel für Auszubildende oder städtische Kräfte in sogenannten Mangelberufen wie Erzieher oder Pfleger. Bis Ende 2019 soll alles fertig sein.

Die Accumulata baut das urbane Zentrum „Südwink“ – eine Mischung aus Büros, Einzelhandel, Praxen, studentischem Wohnen.

Die Accumulata errichtet das urbane Zentrum „Südwink“ mit einer Geschossfläche von rund 18 600 Quadratmetern. Entstehen werden ein Ärztehaus, Büros, Einzelhandel, 151 Studentenapartments und 300 Tiefgaragenstellplätze. Gesamtinvestition: rund 100 Millionen Euro. Im Herbst 2016 ist Baubeginn, Fertigstellung soll Mitte 2018 sein. Die Concept Real zwei realisiert rund 600 Mietwohnungen – davon etwa 150 öffentlich geförderte – außerdem Geschäfte, zwei Kindertagesstätten und mit „feel.munich – Am Südpark Wohnen“ rund 300 Eigentumswohnungen. Investitionsvolumen: 350 Millionen Euro. Die Bauphasen der einzelnen Teilprojekte gehen nahtlos ineinander über und beginnen Anfang März. Hochhäuser werden auf dem Areal keine entstehen. Anwohner hatten sich unter anderem bei einer Bürgerwerkstatt mehrheitlich gegen Hochpunkte ausgesprochen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit sei wichtig gewesen, sagte Erich Walter Schwaiger, Geschäftsführer des Unternehmens Concept-Real zwei. „Es wurde ein hoher Konsens gefunden.“ Ähnlich äußerte sich Schlamp: „Bürger und Bezirksausschuss haben die Planungen durch ihr Know How beeinflusst.“

Brigitta Wenninger

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