Feuerwehr rätselt

1,5 Meter hoch: Woher kommen diese Wassermassen im Keller?

+
Zweieinhalb Stunden dauerte das Abpumpen.

München - Am Montagabend entdeckten die Besitzer des Einfamilienhauses die Katastrophe: Auf 200 Quadratmetern stand das Wasser gut eineinhalb Meter hoch. Aber woher kommt es?

Nein, hier sehen Sie kein privates Hallenbad oder ein überdimensionales Aquarium. Das Wasser im Keller eines Einfamilienhauses in Obersendling gehört dort eigentlich nicht hin. Am Montagabend entdeckten die Besitzer die Katastrophe: Auf 200 Quadratmetern stand das Wasser gut eineinhalb Meter hoch! Die Feuerwehr musste mit Spezialpumpen anrücken. Der Schaden ist enorm.

Die Einsatzkräfte der Münchner Berufsfeuerwehr trauten ihren Augen nicht, als sie in den Keller des Hauses in der Ziehrerstraße blickten. Gegen 21 Uhr ging der Notruf unter dem Schlagwort „Wasserschaden“ ein. Ein Routineeinsatz, dachten sie. „Haus abgesoffen“ hätte es wohl besser getroffen – und die Feuerwehrler besser auf die heikle Aufgabe vorbereitet. Denn bei dieser Wassermenge stieß die Kapazität eines normalen Löschfahrzeugs an ihre Grenzen. Der Einsatzleiter forderte Hochleistungspumpen aus dem Sondergerätelager der Berufsfeuerwehr an. Vier dieser Monsterpumpen und mehrere kleine Anlagen legten den Keller dann innerhalb von zweieinhalb Stunden trocken. Parallel zu den Maßnahmen der Feuerwehrler stellten die Stadtwerke Wasser- und Stromversorgung zu dem Haus ab.

Kurios: Selbst nach Abschluss der Arbeiten konnten die Einsatzkräfte nicht zweifelsfrei klären, woher das Wasser eigentlich kam. Auch inwieweit die Bausubstanz des Hauses und im Keller gelagerte Habseligkeiten der Familie Schaden genommen haben, konnte die Feuerwehr bislang noch nicht abschätzen.

Mit einmal Durchwischen und frischer Wandfarbe dürfte es aber nicht abgetan sein.

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare