600 neue Wohnungen

Bewohner in Sorge: Streit um Nachverdichtung in Fürstenried

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Stein des Anstoßes: Bürger befürchten zu hohe Nachverdichtung.

München - In Fürstenried-West soll eine große Siedlung massiv nachverdichtet werden: Auf eine Gesamtfläche von 14,5 Hektar sollen rund 600 neue Wohnungen gebaut werden – möglicherweise sogar noch mehr. Die Bewohner der Siedlung sind in Sorge. 

Viele befürchten den Verlust von Lebensqualität, die Entstehung eines Ghettos. Der Bezirksausschuss bewertete die Pläne insgesamt positiv, sieht jedoch einige Haken an der Sache.

Das Planungsgebiet besteht hauptsächlich aus einer Siedlung der Bayerischen Versorgungskammer. Dazu gehören aktuell 1486 Wohnungen, die in den 60er-Jahren östlich der Appenzeller Straße und südlich der Bellinzonastraße errichtet wurden. Daneben soll ein 0,6 Hektar großes, mit einer Wohnanlage bebautes Grundstück in die Nachverdichtungspläne einbezogen werden. Zwar befindet es sich in Privatbesitz, doch offensichtlich will der Vorbesitzer seine bestehenden Sondernutzungsrechte geltend machen.

Bei den Eigentümern der 54 Wohnungen sorgt vor allem dieser Part der Planung für erheblichen Ärger. Sie haben angekündigt, sich gegebenenfalls auf juristischem Wege zur Wehr setzen.

Im BA 19 (Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln) – wo wegen des Themas großer Andrang herrschte – wird dieser Punkt ebenfalls äußerst kritisch gesehen. Auch bei den Mietern – darunter viele ältere Menschen – sorgt das Vorhaben für Verunsicherung. Viele fürchten, dass es auf dem Areal durch die Nachverdichtung zu eng wird und ein Großteil der Grünflächen und des alten Baumbestands verloren geht. Vermutlich dürfte der Widerstand noch wachsen. 

Einen ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie hier auf Merkur.de. 

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