100-Millionen-Plan

Mega-Umbau: Einmal um die Welt im Tierpark Hellabrunn 

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Tierparkdirektor Rasem Baban erklärt am Dienstag die Hellabrunn-Pläne.

München - 100 Millionen, zwei Baustellen pro Jahr, bis 2035: Im Tierpark Hellabrunn bleibt kein Stein auf dem anderen: Der Tierparkdirektor hat den Masterplan für den Mega-Umbau vorgestellt.

Eine Weltreise am Isarufer unternehmen, seltene Tierarten in ihrer natürlichen Lebensgemeinschaft beobachten und alles hautnah erleben: Das soll die Zukunft in Hellabrunn bringen. Tierparkdirektor Rasem Baban (49) hat gestern den so genannten Masterplan vorgestellt – mit der Idee, wie Hellabrunn im Jahr 2035 aussehen soll (siehe Plan rechts). Kostenpunkt: bis zu fünf Millionen jährlich, macht also bis zu 100 Millionen innerhalb von 20 Jahren.

„Kontinentsbereiche und Gehege-Abschnitte werden in dem Masterplan in einzelne Module zerlegt – so können diese flexibel umgesetzt werden“, sagt Baban.

Er will den Park weitgehend renaturieren werden: Statt einbetonierten Kanälen markieren also bald der historische Baumbestand und Wasserflächen die natürlichen Grenzen der Anlagen. „Wir wollen Hellabrunns Parkcharakter und die Wasservielfalt aufrechterhalten“, sagt Baban.

Grundidee: der Geozoo, also die Aufgliederung nach Kontinenten. In der neuen Geozone Afrika hat man den der Startpunkt für den Umzug in den nördlichen Parkteil durchs neue Giraffenhaus bereits markiert. Im Herzen dieses Teils wird bald ein afrikanisches Dorf liegen. In der Nähe sollen in Zukunft die afrikanischen Löwen leben – dort, wo jetzt noch Braunbärin Olga (39) die Stellung hält. Sie wird die Letzte ihrer Art in Hellabrunn sein – in Zukunft sollen stattdessen Malaienbären an die Isar kommen.

Kernstück des Parkbereichs Asien ist das Elefantenhaus, das heuer im Sommer nach der Renovierung wiedereröffnet werden soll. Pro Jahr soll’s maximal zwei Baustellen geben.

Guiliana Barrios

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